Bologna: die Rote, die Fette, die Gelehrte – und ihre Arkaden
Bologna wird gern von Florenz und Venedig überschattet, dabei ist es eine der lebendigsten Städte Italiens: Studenten, Backsteintürme und eine Küche, die weltweit kopiert, aber selten erreicht wird. Unter den endlosen Arkaden lässt sich die Stadt bei jedem Wetter erkunden, ohne dass man je auf einen Regenschirm angewiesen wäre. Wer glaubt, Italien schon zu kennen, sollte Bologna eine zweite Chance geben.
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Due Torri (Torre degli Asinelli und Garisenda)
Die schiefen Wahrzeichen der Stadt aus dem 12. Jahrhundert; wer die fast 500 Stufen der Asinelli-Turm erklimmt, blickt über die roten Dächer bis zu den Apenninen.
Piazza Maggiore und Basilica di San Petronio
Das Herz Bolognas mit einer der größten Kirchen der Welt, deren Fassade bis heute unvollendet blieb.
Quadrilatero
Das mittelalterliche Marktviertel hinter der Piazza Maggiore, wo Metzger, Käsehändler und Pastaläden seit Jahrhunderten nebeneinander arbeiten.
Archiginnasio
Der historische Hauptsitz der Universität Bologna, gegründet 1088, mit einem spektakulären Anatomischen Theater aus Holz.
Santuario della Madonna di San Luca
Wallfahrtskirche auf einem Hügel, erreichbar über den längsten durchgehenden Arkadengang der Welt mit über 650 Bögen.
Basilica di Santo Stefano
Ein einzigartiger Komplex aus sieben ineinander verschachtelten Kirchen, teils aus dem frühen Mittelalter.
MAMbo – Museo d'Arte Moderna di Bologna
Zeitgenössische Kunst in einer ehemaligen Bäckerei-Fabrik, guter Kontrast zum mittelalterlichen Stadtbild.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Bologna heißt in Italien 'la Grassa' – die Fette – und das ist als Kompliment gemeint.
April bis Juni und September bis Oktober bieten mildes Wetter für lange Spaziergänge unter den Arkaden; im August legt sich drückende Hitze über die Stadt, und viele Einheimische verreisen selbst.
Bolognas Zentrum ist kompakt und wird am besten zu Fuß erkundet, geschützt von den Arkaden bei Sonne wie Regen; für Ausflüge wie zur Madonna di San Luca oder zum Bahnhof eignen sich Busse und Leihräder.
Am frühen Abend zum Aperitivo in eine der Bars an der Via del Pratello oder Via Zamboni gehen – für den Preis eines Drinks gibt es oft ein kleines Buffet, das schon als Abendessen durchgeht.
Häufige Fragen
Ist Bologna auch für einen Kurztrip geeignet?+
Ja, das kompakte Zentrum lässt sich gut in zwei bis drei Tagen erkunden, inklusive Ausflug zur Madonna di San Luca.
Ist Bologna teurer als andere italienische Städte?+
Nein, im Vergleich zu Rom, Florenz oder Venedig sind Restaurants und Unterkünfte in Bologna oft günstiger, besonders abseits der Piazza Maggiore.
Braucht man in Bologna ein Auto?+
Nein, das historische Zentrum ist autofrei und zu Fuß oder per Rad problemlos zu bewältigen, der Bahnhof verbindet die Stadt zudem schnell mit Florenz und Mailand.
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