Buenos Aires: Tango, Steakhäuser und die Melancholie der Wiener Architektur am Río de la Plata
Buenos Aires nennt sich selbst "Paris Südamerikas", doch das trifft es nur halb: Zwischen den Belle-Époque-Fassaden pulsiert eine laute, melancholische, zutiefst argentinische Stadt. Hier wird um Mitternacht zu Abend gegessen, der Tango ist keine Show für Touristen, sondern gelebte Trauerarbeit, und an jeder Ecke riecht es nach gegrilltem Rindfleisch. Die Porteños, wie sich die Einwohner nennen, leben mit einer Intensität, die man sonst selten findet.
Eine Route Stunde für Stunde mit echten Orten und Karte — kostenlos in Telegram, in etwa einer Minute 👉
✈ Jetzt planen →Sehenswürdigkeiten
Recoleta-Friedhof
Ein Freilichtmuseum aus Marmor-Mausoleen, in dem Eva Perón begraben liegt – die engen Gassen zwischen den Gräbern sind fast surreal prunkvoll.
Caminito in La Boca
Die knallbunte Häuserzeile im Hafenviertel, entstanden aus übrig gebliebener Schiffsfarbe, heute Freilichtgalerie mit Tänzern auf der Straße.
Plaza de Mayo
Politisches Herz der Nation, umgeben von der Casa Rosada und der Kathedrale, Schauplatz der wöchentlichen Mahnwachen der Mütter der Plaza de Mayo.
Teatro Colón
Eine der akustisch besten Opernbühnen der Welt, deren Innenraum mit Blattgold und rotem Samt an die Wiener Staatsoper erinnert.
El Ateneo Grand Splendid
Ein ehemaliges Theater, das zur wohl schönsten Buchhandlung der Welt umgebaut wurde – die Bühne dient heute als Café.
San Telmo mit Plaza Dorrego
Kopfsteinpflaster, Antiquitätenläden und sonntags ein riesiger Trödelmarkt, bei dem spontan auf der Straße Tango getanzt wird.
Puerto Madero
Das jüngste Viertel der Stadt mit sanierten Backstein-Docks, der Frauenbrücke von Calatrava und Uferpromenade am Río de la Plata.
Ein Tag in Buenos Aires
Kulinarik
Die Küche von Buenos Aires ist geprägt von italienischen Einwanderern, endlosen Weiden und einer Vorliebe für späte, ausgedehnte Mahlzeiten.
Die besten Reisemonate sind März bis Mai sowie September bis November, wenn es auf der Südhalbkugel Herbst bzw. Frühling ist und milde Temperaturen um 18-24°C herrschen. Der argentinische Sommer (Dezember bis Februar) kann drückend heiß und schwül werden, während viele Porteños selbst im Januar zur Küste flüchten.
Die U-Bahn "Subte" ist die schnellste Verbindung zwischen den zentralen Vierteln, während für Strecken abseits der Linien Taxis oder Uber günstig und zuverlässig sind. Für Busse und Subte lohnt sich die aufladbare SUBE-Karte, die man an Kiosken erhält.
Reservieren Sie ein Asado oder Abendessen erst gegen 21 oder 22 Uhr – wer früher ein Restaurant betritt, sitzt oft allein, da Porteños traditionell sehr spät zu Abend essen.
Häufige Fragen
Ist Buenos Aires sicher für Touristen?+
Die touristischen Viertel wie Palermo, Recoleta und San Telmo sind tagsüber gut besuchbar, doch wie in jeder Millionenstadt sollte man Wertsachen nicht offen zeigen und nachts belebte Straßen bevorzugen.
Wie viele Tage sollte man für Buenos Aires einplanen?+
Für die wichtigsten Viertel und Sehenswürdigkeiten reichen 4 bis 5 Tage, wer auch einen Tagesausflug etwa nach Tigre unternehmen möchte, sollte eine Woche einplanen.
Muss man in Buenos Aires Spanisch sprechen?+
Grundkenntnisse helfen sehr, da abseits von Hotels und Touristenzentren wenig Englisch gesprochen wird, argentinisches Spanisch mit seinem charakteristischen 'Sh'-Laut ist zudem eine eigene Erfahrung.
Praktisch für die Reise
Bereit für Buenos Aires?
Finden Sie jetzt die besten Flüge und Unterkünfte für Ihre Reise ans Río de la Plata.
✈ Telegram →