Brașov: Zwischen Zinnen der Karpaten und schwarzem Kirchturm
Brașov liegt wie in eine Schüssel aus Karpatenbergen gegossen, mit dem bewaldeten Tâmpa direkt über den Dächern der Altstadt. Die von sächsischen Handwerkern geprägte Innenstadt wirkt mit ihren Basteien und engen Gassen fast wie aus Siebenbürgen herausgeschnitten, ganz eigenständig neben Bukarest oder Cluj. Von hier aus sind Schloss Bran und die Bergwelt der Bucegi in weniger als einer Stunde erreichbar.
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Schwarze Kirche (Biserica Neagră)
Die größte gotische Kirche zwischen Wien und Istanbul, benannt nach einem Stadtbrand 1689, der ihre Mauern schwärzte. Im Inneren hängt eine beeindruckende Sammlung anatolischer Teppiche.
Rathausplatz (Piața Sfatului)
Der lebendige Mittelpunkt der Altstadt mit dem alten Rathausturm, umgeben von bunten Bürgerhäusern und Straßencafés.
Katharinentor und Weberbastei
Reste der einst sieben Kilometer langen Stadtmauer samt Wehrtürmen der mittelalterlichen Zünfte, heute teils Museum.
Engste Gasse Rumäniens (Strada Sforii)
Eine kaum 1,3 Meter breite Gasse zwischen zwei Häuserzeilen, ein kurioses Fotomotiv aus dem 17. Jahrhundert.
Tâmpa-Berg
Hausberg der Stadt mit Seilbahn oder Wanderpfad, oben ein Panoramablick auf die rote Dächerlandschaft und den Brașov-Schriftzug.
Schloss Bran
Die berühmte Dracula-Burg rund 30 Kilometer entfernt, mit Türmchen, engen Treppen und Blick auf das Bucegi-Gebirge.
Schulerau (Poiana Brașov)
Bergresort oberhalb der Stadt, im Winter Skigebiet, im Sommer Ausgangspunkt für Wanderungen in die Karpaten.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die siebenbürgische Küche mischt rumänische, sächsische und ungarische Einflüsse zu deftigen Gerichten.
Mai bis September bringt mildes Bergklima und lange Tage für Wanderungen und Altstadtbummel; Dezember verwandelt den Rathausplatz in einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt vor winterlicher Bergkulisse.
Die Altstadt ist kompakt und zu Fuß am schönsten erkundbar, für Schloss Bran oder Poiana Brașov empfehlen sich Linienbusse ab der Autogară 2 oder eine organisierte Tagestour. Mietwagen lohnen sich, wenn man flexibel weitere Karpatendörfer besuchen möchte.
Wer die Warteschlangen an der Tâmpa-Seilbahn meiden will, wandert frühmorgens über den markierten roten Kreuz-Pfad hinauf und fährt bequem mit der Seilbahn zurück ins Tal.
Häufige Fragen
Ist Brașov dasselbe wie Draculas Schloss?+
Nein, Brașov ist die Stadt selbst, das berühmte Schloss Bran liegt etwa 30 Kilometer entfernt und ist mit dem Bus oder einer Tour gut erreichbar.
Wie viele Tage braucht man für Brașov?+
Zwei volle Tage reichen für die Altstadt und den Tâmpa-Berg, für einen Ausflug nach Bran oder Poiana Brașov sollte man einen dritten Tag einplanen.
Ist Brașov auch im Winter einen Besuch wert?+
Ja, der Weihnachtsmarkt am Rathausplatz und die Nähe zum Skigebiet Poiana Brașov machen die Stadt auch in der kalten Jahreszeit attraktiv.
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