Bukarest: Belle Époque, Beton und der schwerste Regierungspalast der Welt
Bukarest ist eine Stadt der Brüche: Neben verwitterten Jugendstil-Fassaden aus der Zeit, als man die Stadt "Klein-Paris" nannte, thront der zweitgrößte Verwaltungsbau der Welt, den Ceaușescu sich bauen ließ. Dazwischen liegen versteckte Innenhöfe, orthodoxe Klosterkirchen und eine der lebendigsten Ausgehviertel Südosteuropas. Wer offen für Gegensätze ist, findet hier eine der spannendsten, am meisten unterschätzten Hauptstädte Europas.
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Palatul Parlamentului (Palast des Parlaments)
Das gigantische, zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt, erbaut unter Ceaușescu – Führungen zeigen nur einen Bruchteil der über 1000 Räume.
Altstadt (Centrul Vechi)
Enges Gassengewirr mit Cafés, Bars und Resten mittelalterlicher Bebauung rund um die Lipscani-Straße.
Ateneul Român
Prachtvoller neoklassizistischer Konzertsaal von 1888, Heimat des George-Enescu-Philharmonieorchesters.
Muzeul Național al Satului (Freilichtmuseum)
Über 300 originale Bauernhäuser und Holzkirchen aus ganz Rumänien, am Herăstrău-See gelegen.
Curtea Veche (Alter Fürstenhof)
Ruinen des Palastes von Vlad Țepeș (Dracula), mitten in der Altstadt gelegen.
Biserica Stavropoleos
Winzige, wunderschön verzierte orthodoxe Kirche im brâncovenesc-Stil aus dem 18. Jahrhundert.
Herăstrău-Park
Weitläufiger Park um einen See, ideal zum Spazieren, Bootfahren oder für ein Picknick nach der Sightseeing-Tour.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die rumänische Küche ist deftig, von osmanischen und österreichisch-ungarischen Einflüssen geprägt und in Bukarest an jeder Ecke zu finden.
April bis Juni sowie September und Oktober bieten mildes Wetter und weniger Hitze als der oft stickige Sommer; im Dezember lohnt sich ein Besuch wegen der Weihnachtsmärkte und weihnachtlich beleuchteten Altstadt.
Die Metro ist schnell, günstig und deckt die wichtigsten Punkte ab, für die letzten Meter sind Uber und Bolt zuverlässig und sehr preiswert; die Altstadt selbst erkundet man am besten zu Fuß.
Viele Innenhöfe entlang der Calea Victoriei und der Altstadt sehen von außen unscheinbar aus, verbergen aber versteckte Cafés und Buchhandlungen – ein Blick durch offene Torbögen lohnt sich fast immer.
Häufige Fragen
Ist Bukarest sicher für Touristen?+
Ja, Bukarest gilt als vergleichsweise sichere Hauptstadt. Wie überall sollte man auf Taschendiebe in überfüllten Bereichen wie der Altstadt oder am Hauptbahnhof achten.
Wie viele Tage braucht man für Bukarest?+
2 bis 3 Tage reichen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen; für Tagesausflüge nach Brașov oder ins Schloss Peleș sollte man einen weiteren Tag einplanen.
Ist Bukarest teuer?+
Nein, Bukarest gehört zu den günstigeren Hauptstädten Europas – Restaurantbesuche, Nahverkehr und Unterkünfte kosten deutlich weniger als in Westeuropa.
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