Hanoi: Altstadt-Gassen, Streetfood und tausend Jahre Geschichte
Hanoi ist eine Stadt der Gegensätze: French-Colonial-Villen und sozialistische Plattenbauten stehen neben tausendjährigen Tempeln, während sich der Verkehr in schier endlosen Wellen aus Motorrollern durch die schmalen Gassen der Altstadt schlängelt. Hier verbindet sich der Alltag von über acht Millionen Menschen mit einer Streetfood-Kultur, die zu den besten Asiens zählt. Wer durch die 36 Gassen des Old Quarter schlendert, spürt sofort, warum diese Stadt seit über tausend Jahren politisches und kulturelles Zentrum Vietnams ist.
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Altstadt / 36 Gassen (Pho Co)
Historisches Handelsviertel, dessen Straßen bis heute nach den Zünften benannt sind, die dort einst ihre Waren verkauften.
Hoan-Kiem-See mit Ngoc-Son-Tempel
Grüner Ruhepol im Stadtzentrum mit der roten Huc-Brücke, die zu einem Tempelinselchen aus dem 19. Jahrhundert führt.
Ho-Chi-Minh-Mausoleum
Granitbau, in dem der einbalsamierte Körper des Staatsgründers aufgebahrt liegt, streng bewacht und mit strikter Kleiderordnung.
Literaturtempel (Van Mieu)
Vietnams erste Universität aus dem Jahr 1070, angelegt nach konfuzianischem Vorbild mit Steinstelen früherer Doktoranden.
Ein-Säulen-Pagode
Winziger, auf einer einzelnen Säule ruhender Holzpavillon aus dem 11. Jahrhundert, gebaut in Form einer Lotusblüte.
Hoa-Lo-Gefängnis (Hanoi Hilton)
Ehemaliges Kolonialgefängnis, das später amerikanische Kriegsgefangene beherbergte, heute ein bewegendes Museum.
Tempel der Weißen Pagode & Tay-Ho-Viertel
Der Tran-Quoc-Tempel am Westsee zählt zu den ältesten buddhistischen Tempeln Vietnams und liegt idyllisch am Ufer des größten Sees der Stadt.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Hanois Küche ist geprägt von klaren Brühen, frischen Kräutern und jahrhundertealten Streetfood-Traditionen, die man am besten direkt auf kleinen Plastikhockern am Straßenrand genießt.
Die angenehmsten Reisemonate sind Oktober bis Dezember sowie März und April, wenn es trocken und mild ist. Im Sommer (Juni bis August) wird es sehr heiß und schwül mit gelegentlichen Taifunausläufern, im Januar/Februar dagegen grau, kühl und nieselig.
Das Zentrum erkundet man am besten zu Fuß oder per Leihrad, für längere Strecken sind Grab-Taxis und Grab-Motorbikes günstig und unkompliziert per App zu bestellen. Den chaotischen Straßenverkehr überquert man am besten langsam und mit konstantem Tempo, ohne stehen zu bleiben.
Reserviert man keinen Tisch, sollte man abends gegen 18 Uhr die Bia-Hoi-Ecke an der Kreuzung Ta Hien/Luong Ngoc Quyen aufsuchen: Dort gibt es frisch gebrautes, extrem günstiges Fassbier auf winzigen Plastikhockern mitten im Trubel der Altstadt.
Häufige Fragen
Ist Hanoi als Reiseziel gefährlich oder anstrengend?+
Kriminalität ist kaum ein Problem, die größte Herausforderung ist der dichte Motorrollerverkehr. Mit etwas Gelassenheit beim Überqueren der Straßen kommt man gut zurecht, und die Stadt gilt insgesamt als sicher für Reisende.
Wie viele Tage sollte man für Hanoi einplanen?+
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen 2 bis 3 Tage, ideal sind aber 4 Tage, um auch einen Tagesausflug in die Halong-Bucht oder nach Ninh Binh einzubauen.
Muss man in Hanoi Trinkgeld geben?+
Trinkgeld ist nicht verpflichtend, wird aber in Restaurants und bei Touren zunehmend erwartet; 5 bis 10 Prozent oder aufgerundete Beträge sind in der Gastronomie üblich, an Streetfood-Ständen unüblich.
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