Interlaken: Zwischen zwei Seen im Bann der Jungfrau
Interlaken liegt buchstäblich zwischen zwei türkisfarbenen Seen, eingerahmt von den schroffen Gipfeln des Berner Oberlands. Die Stadt selbst ist überschaubar, doch sie fungiert seit über 150 Jahren als Basislager für Bergbahnen, Adventure-Sport und Ausflüge zu Eiger, Mönch und Jungfrau. Wer hier bleibt, tut es meist wegen dem, was rundherum wartet, nicht wegen der Stadt selbst.
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Jungfraujoch
Die höchstgelegene Bahnstation Europas auf 3454 Metern, erreichbar mit der Jungfraubahn durch den Eiger hindurch. Oben erwarten Gletscherblick, Eispalast und bei klarer Sicht der Blick bis in die Vogesen.
Harder Kulm
Hausberg von Interlaken, mit der Standseilbahn in wenigen Minuten erreichbar. Die Aussichtsplattform 'Zweiseensteg' bietet einen spektakulären Blick auf Thuner- und Brienzersee gleichzeitig.
Höhematte
Die grosse Parkwiese im Zentrum, seit dem 19. Jahrhundert als Erholungsfläche geschützt. Von hier aus hat man freie Sicht auf die Jungfrau, gerahmt von den Hotelfassaden der Höheweg-Promenade.
Schynige Platte
Historische Zahnradbahn hinauf zu einem alpinen Botanischen Garten und Panoramawegen mit Blick auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau.
Trümmelbachfälle
Zehn tosende Gletscherwasserfälle im Innern des Felsens bei Lauterbrunnen, per Aufzug und Stollen begehbar – eines der eindrücklichsten Naturschauspiele der Region.
Schloss Interlaken und Klosterkirche
Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift prägt mit seinem Kirchturm noch heute das historische Stadtbild und erinnert an den Ursprung des Ortsnamens 'inter lacus'.
Lauterbrunnental
Das berühmte Tal der 72 Wasserfälle, darunter der Staubbachfall, umgeben von senkrechten Felswänden – ein kurzer Ausflug von Interlaken mit der Bahn.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die Küche der Region ist deftige Berner Alpenkost, ideal nach einem Tag in den Bergen.
Juni bis September für Wandern, Bergbahnen und Adventure-Sport bei stabilem Wetter; Dezember bis März für Skifahren in Jungfrau-Region und Grindelwald. Die Zwischensaison im Mai und Oktober ist ruhiger, aber einige Bergbahnen fahren dann eingeschränkt.
Interlaken hat zwei Bahnhöfe, Interlaken West und Ost, von denen die meisten Bergbahnen und Regionalzüge nach Lauterbrunnen, Grindelwald oder Wilderswil abfahren. Das Zentrum selbst ist gut zu Fuss erschliessbar, für Ausflüge lohnt sich der Swiss Travel Pass oder eine regionale Tageskarte.
Wer aufs Jungfraujoch will, sollte den frühesten Zug nehmen und vorher die Wetterprognose auf der offiziellen Jungfraubahn-Webseite checken – bei Nebel oben lohnt sich die teure Fahrt nicht.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Interlaken?+
Zwei bis drei Tage reichen, um Jungfraujoch, Harder Kulm und das Lauterbrunnental zu erleben. Adventure-Sport-Fans planen besser vier bis fünf Tage ein.
Ist der Ausflug zum Jungfraujoch teuer?+
Ja, die Fahrt gehört zu den teuersten Bahnfahrten der Schweiz, oft über 200 Franken retour. Rabatte gibt es mit dem Swiss Travel Pass oder bei früher Buchung online.
Braucht man in Interlaken ein Auto?+
Nein, Bahnen und Postautos erschliessen die gesamte Region zuverlässig. Ein Auto ist eher hinderlich, da viele Bergbahnen ohnehin nur mit der Bahn erreichbar sind.
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