Ho-Chi-Minh-Stadt: Zwischen Kriegsrelikten und Rooftop-Bars
Ho-Chi-Minh-Stadt, von den meisten Einheimischen noch Saigon genannt, ist eine Stadt im Dauerlauf: Millionen Motorroller fluten die Straßen, während in schmalen Gassen Streetfood brutzelt und French-Colonial-Fassaden neben Glastürmen stehen. Hier trifft die jüngere Kriegsgeschichte Vietnams unmittelbar auf eine der energiegeladensten Wirtschaftsmetropolen Südostasiens. Wer sich auf das Verkehrschaos einlässt, entdeckt eine Stadt voller Widersprüche und Herzlichkeit.
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Kriegsopfermuseum (War Remnants Museum)
Schonungslose Ausstellung zu Vietnamkrieg und Agent Orange, eines der meistbesuchten Museen der Stadt.
Notre-Dame-Kathedrale Saigon
Backsteinkirche aus französischer Kolonialzeit im Herzen des Distrikts 1, aktuell teilweise restauriert.
Zentralpost (Bưu điện Trung tâm Sài Gòn)
Prachtvolles Kolonialgebäude von Gustave Eiffels Büro mitgestaltet, noch heute in Betrieb.
Ben-Thanh-Markt
Traditioneller Markt mit Streetfood, Souvenirs und Textilien, abends verwandelt sich die Umgebung in einen Nachtmarkt.
Cu-Chi-Tunnel
Weitläufiges unterirdisches Tunnelsystem des Vietcong, etwa 1,5 Stunden außerhalb der Stadt, eindrucksvoll und beklemmend zugleich.
Wiedervereinigungspalast (Independence Palace)
Ehemaliger Regierungssitz Südvietnams, hier endete 1975 symbolisch der Vietnamkrieg.
Bitexco Financial Tower
Wolkenkratzer mit Skydeck und Rooftop-Bar für einen Panoramablick über den Saigon-Fluss.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die Küche Saigons ist geprägt von frischen Kräutern, Reisnudeln und einem Einfluss aus Nord- und Südvietnam sowie der französischen Kolonialzeit.
Die Trockenzeit von Dezember bis April ist ideal, mit warmen, meist sonnigen Tagen und weniger Regen. Von Mai bis November bringt die Regenzeit kurze, heftige Nachmittagsschauer, die Stadt ist dann günstiger und weniger überlaufen.
Grab (die südostasiatische Taxi-App) ist günstig und zuverlässig, klassische Taxis der Marken Vinasun und Mai Linh sind ebenfalls empfehlenswert. Zu Fuß ist der Distrikt 1 gut erkundbar, das Überqueren der Straßen erfordert allerdings ruhige Nerven und gleichmäßiges Tempo.
Für authentisches Streetfood abends in die Gassen um die Nguyễn Thượng Hiền oder Phan Xích Long gehen, dort essen die Einheimischen und die Preise sind deutlich niedriger als in der Touristenzone rund um die Bui Vien.
Häufige Fragen
Braucht man ein Visum für Vietnam?+
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen für Aufenthalte bis 45 Tage kein Visum, ein Reisepass mit ausreichender Gültigkeit reicht aus.
Ist Ho-Chi-Minh-Stadt sicher für Reisende?+
Ja, die Kriminalitätsrate ist niedrig, allerdings sollte man auf Taschendiebstahl und Handyraub durch Motorrollerfahrer achten und Wertsachen nicht offen tragen.
Lohnt sich ein Ausflug zu den Cu-Chi-Tunneln?+
Definitiv, eine geführte Halbtagestour ab Saigon zeigt eindrücklich das Tunnelsystem des Vietcong und vermittelt viel über die jüngere Geschichte Vietnams.
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