Korfu: Venezianisches Erbe zwischen Olivenhainen und türkisem Meer
Korfu ist anders als der Rest Griechenlands: Vier Jahrhunderte venezianischer Herrschaft haben der Insel schmale Gassen, pastellfarbene Fassaden und eine Küche mit Pasta und Rotwein-Schmorgerichten hinterlassen. Die Altstadt von Kerkyra ist UNESCO-Welterbe, doch schon wenige Kilometer außerhalb warten schroffe Buchten, Olivenhaine mit jahrhundertealten Bäumen und Fischerdörfer wie Kalami, wo einst Lawrence Durrell schrieb. Wer Korfu besucht, findet eine Insel, die griechisch fühlt und italienisch klingt.
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Altstadt von Kerkyra (Kerkyra Old Town)
Das UNESCO-Weltkulturerbe mit venezianischen Gassen, der Liston-Promenade im Pariser Stil und der Spianada, einem der größten Plätze Europas.
Alte Festung (Palaio Frourio)
Byzantinisch-venezianische Festungsanlage auf einer Halbinsel direkt am Meer mit Blick über die ganze Bucht von Kerkyra.
Achilleion-Palast
Der 1890 für Kaiserin Sisi erbaute Sommerpalast in Gastouri, umgeben von Statuen griechischer Mythologie und Gartenanlagen.
Kloster Panagia Vlacherna & Pontikonisi
Das winzige Kloster auf einer Landzunge bei Kanoni und die vorgelagerte Mäuseinsel gehören zu den meistfotografierten Motiven der Insel.
Paleokastritsa
Türkisfarbene Buchten an der Westküste, umrahmt von steilen Klippen, ideal für Bootstouren zu versteckten Grotten.
Kirche des Heiligen Spyridon
Die Hauptkirche der Insel mit dem hohen roten Glockenturm, in der die Reliquien des Inselheiligen Spyridon verehrt werden.
Kap Drastis bei Sidari
Bizarre weiße Felsformationen und Höhlen im äußersten Nordwesten, ein wilder Gegenpol zu den ruhigen Ostbuchten.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die korfiotische Küche ist die einzige Griechenlands mit deutlich italienischem Einfluss, geprägt von Schmorgerichten, Pasta und Rotwein.
Mai, Juni und September sind ideal: warmes Meer, angenehme Temperaturen um 25–28°C und deutlich weniger Trubel als im Hochsommer. Juli und August sind heiß und in Kerkyra-Stadt sowie an den bekannten Buchten stark überlaufen, während der Winter regnerisch und viele Tavernen geschlossen sind.
Ein Mietwagen lohnt sich, da Busverbindungen ins Inselinnere selten sind und die schönsten Buchten oft nur über kurvige Straßen erreichbar sind. In Kerkyra-Stadt selbst kommt man am besten zu Fuß voran, für Ausflüge an die Ostküste fahren zudem lokale KTEL-Busse und Wassertaxis zwischen den Stränden.
Meiden Sie die überlaufene Bucht von Paleokastritsa mittags und fahren Sie stattdessen früh morgens oder spätnachmittags hin – oder weichen Sie auf die stillen Kieselstrände bei Agni und Kalami im Nordosten aus, wo man noch an hölzernen Fischerstegen zu Abend isst.
Häufige Fragen
Wie viele Tage sollte man für Korfu einplanen?+
Für die wichtigsten Highlights reichen 4 bis 5 Tage, wer auch die ruhigeren Strände im Nordosten und das Inselinnere erkunden möchte, sollte 7 Tage einplanen.
Ist Korfu für Familien mit Kindern geeignet?+
Ja, besonders die flachen Sandstrände an der Ostküste wie Dassia oder Barbati sowie das Wasserpark-Angebot bei Acharavi eignen sich gut für Familien.
Braucht man auf Korfu einen Mietwagen?+
Für Kerkyra-Stadt nicht zwingend, doch um abgelegene Buchten, das Bergdorf Pelekas oder Kap Drastis zu erreichen, ist ein Mietwagen deutlich praktischer als der Bus.
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