Edinburgh: Zwischen erloschenen Vulkanen und gotischen Closes
Edinburgh ist eine Stadt aus Stein und Vulkangestein, in der mittelalterliche Gassen abrupt auf georgianische Prachtstraßen treffen. Über allem thront die Burg auf ihrem erloschenen Vulkanfelsen, während unten in den "Closes" der Old Town die Geschichte förmlich aus den Mauern sickert. Wer glaubt, die Stadt in einem Tag abzuhaken, hat Arthur's Seat und die Nebelstimmung noch nicht erlebt.
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Edinburgh Castle
Die Festung thront auf einem erloschenen Vulkanschlot über der Stadt und beherbergt die schottischen Kronjuwelen sowie den legendären Stein von Scone.
Royal Mile
Die Hauptachse der Old Town verbindet Burg und Holyrood Palace und ist gesäumt von engen Closes, Kirchen und Pubs mit jahrhundertealter Geschichte.
Arthur's Seat
Der Hausberg der Stadt ist ein erloschener Vulkan im Holyrood Park, von dessen Gipfel man bei klarem Wetter bis zum Firth of Forth blickt.
Calton Hill
Mit seinen unvollendeten griechischen Säulenbauten und dem Nelson Monument bietet dieser Hügel den wohl fotogensten Blick auf die Skyline.
Holyrood Palace
Die offizielle schottische Residenz der britischen Königsfamilie liegt am Fuß des Arthur's Seat und grenzt an die Ruinen der alten Abtei.
National Museum of Scotland
Ein architektonisch beeindruckendes Haus, das von schottischer Geschichte über Dolly the Sheep bis zu Weltkulturen alles unter einem Dach vereint – Eintritt frei.
Dean Village
Ein verstecktes, fast dörfliches Flusstal unterhalb der Dean Bridge mit alten Mühlen, das kaum ein Tourist auf dem Schirm hat.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die schottische Küche ist deftiger und interessanter als ihr Ruf, besonders in Kombination mit frischem Fisch aus der Nordsee.
Mai bis September bieten die längsten Tage und die besten Chancen auf Sonne, wobei im August das Fringe Festival die Stadt komplett überflutet und Zimmerpreise explodieren lassen. Wer es ruhiger mag, kommt im Juni oder September, während Dezember mit dem Weihnachtsmarkt und Hogmanay zur Silvesterparty seinen eigenen Charme entwickelt.
Die Old Town und New Town lassen sich hervorragend zu Fuß erkunden, auch wenn die Kopfsteinpflaster-Steigungen an der Kondition zehren. Für weitere Strecken oder Regenwetter fahren moderne Busse (Lothian Buses) durch die ganze Stadt, und eine einzelne Tramlinie verbindet Flughafen, Zentrum und Leith.
Steigt abends über die versteckten steinernen Treppen ("Vennels") wie die Warriston's Close hinauf zum Victoria Street-Bogen – von dort habt ihr einen Blick auf die bunte Fassadenreihe, ganz ohne die Touristenmassen der Hauptstraße.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Edinburgh?+
Drei bis vier Tage reichen, um Old Town, New Town, Arthur's Seat und einen Tagesausflug in die Umgebung wie nach Leith unterzubringen.
Ist Edinburgh im August wegen des Fringe Festivals einen Besuch wert?+
Ja, die Atmosphäre ist einzigartig, allerdings sollte man Unterkünfte Monate im Voraus buchen und mit deutlich höheren Preisen rechnen.
Braucht man für den Aufstieg auf Arthur's Seat spezielle Ausrüstung?+
Nein, feste Schuhe reichen aus, da die Hauptrouten gut ausgetreten sind, doch bei Regen wird der Fels schnell rutschig.
Praktisch für die Reise
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