Dresden: Elbflorenz zwischen Barockpracht und Neustadt-Flair
Dresden trägt den Beinamen Elbflorenz nicht ohne Grund: Nirgendwo sonst in Deutschland verschmilzt barocke Pracht so eng mit einer Flusslandschaft, die nach dem Zweiten Weltkrieg mühsam wieder zusammengesetzt wurde. Auf der einen Elbseite glänzt die rekonstruierte Altstadt mit Frauenkirche und Zwinger, auf der anderen pulsiert die Äußere Neustadt mit Streetart, Kneipen und einem völlig anderen Lebensgefühl. Wer beides verbindet, versteht, warum die Stadt Kunstliebhaber und Nachtschwärmer gleichermaßen anzieht.
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Frauenkirche
Nach der Zerstörung 1945 aus Trümmern originalgetreu wiederaufgebaut, heute Symbol für Versöhnung und Wahrzeichen der Stadt.
Zwinger
Prachtvolle barocke Schlossanlage August des Starken mit Gemäldegalerie Alte Meister und dem berühmten Nymphenbad.
Semperoper
Eine der bekanntesten Opernhäuser der Welt am Theaterplatz, mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, akustisch wie architektonisch ein Meisterwerk.
Fürstenzug
Das 102 Meter lange Wandbild aus Meissener Porzellanfliesen zeigt die Geschichte der sächsischen Herrscher und überstand die Bombennacht fast unbeschädigt.
Residenzschloss mit Grünem Gewölbe
Einst Wohnsitz der sächsischen Kurfürsten, beherbergt heute eine der bedeutendsten Schatzkammern Europas mit Juwelen und Kunstobjekten.
Brühlsche Terrasse
Die einstige Stadtbefestigung an der Elbe, genannt der Balkon Europas, bietet den klassischen Blick über den Fluss zur Neustadt.
Äußere Neustadt
Verwinkeltes Gründerzeitviertel mit der Kunsthofpassage, unabhängigen Läden und dem dichtesten Kneipennetz der Stadt.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die sächsische Küche ist deftig, süß und überraschend vielseitig, geprägt von Mehlspeisen und Wildgerichten.
Mai bis Juni und September bieten mildes Wetter für Elbufer-Spaziergänge und weniger Touristengruppen als im Hochsommer; der Dezember lohnt speziell wegen des Striezelmarkts, einem der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands.
Die Altstadt lässt sich bequem zu Fuß erschließen, für die Strecke zur Neustadt oder weiter hinaus eignen sich die historischen Straßenbahnen der DVB hervorragend. Wer bis in die Sächsische Schweiz will, nimmt die S-Bahn ab Hauptbahnhof, die in etwa 40 Minuten nach Bad Schandau fährt.
Steigen Sie an einem ruhigen Vormittag auf den Turm der Kreuzkirche statt der überlaufenen Frauenkirche – der Ausblick ist genauso gut, der Eintritt günstiger und man hat ihn oft fast für sich allein.
Häufige Fragen
Wie viele Tage sollte man für Dresden einplanen?+
Zwei bis drei Tage reichen für Altstadt, Neustadt und einen Tagesausflug in die Sächsische Schweiz aus.
Ist Dresden auch für einen Tagesausflug von Berlin geeignet?+
Ja, der Zug braucht etwa zwei Stunden vom Berliner Hauptbahnhof, was einen Tagesbesuch gut machbar macht.
Lohnt sich die Dresden City Card?+
Bei mehreren Museumsbesuchen und Nutzung der Straßenbahnen zahlt sie sich meist aus, da Eintritt und Nahverkehr kombiniert sind.
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