Bern: Zwischen Bärengraben, Aare und mittelalterlichen Lauben
Bern wirkt auf den ersten Blick wie ein Freilichtmuseum, ist aber eine lebendige Kleinstadt, in der man im Sommer während der Mittagspause einfach in die Aare springt und sich stromabwärts treiben lässt. Die Altstadt mit ihren Sandsteinfassaden und über sechs Kilometern Lauben zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe, ohne dabei musealisiert zu wirken – hier wird tatsächlich gelebt, eingekauft und Politik gemacht, gleich neben dem Bundeshaus.
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Zytglogge
Der mittelalterliche Uhrturm mit astronomischer Uhr und Figurenspiel ist das Wahrzeichen der Altstadt und diente einst als Stadttor.
Bundeshaus
Sitz der Schweizer Regierung und des Parlaments; die Kuppelhalle kann bei Führungen besichtigt werden, davor liegt der Bundesplatz mit seinen Wasserfontänen.
Bärengraben
Seit 2009 leben die Berner Bären im naturnahen Bärenpark direkt an der Aare, statt im historischen Steingraben von 1857.
Münster St. Vinzenz
Die grösste spätgotische Kirche der Schweiz besitzt den höchsten Kirchturm des Landes, der nach 344 Stufen einen Blick über die ganze Altstadt bietet.
Rosengarten
Park auf dem Berg oberhalb der Altstadt mit über 200 Rosensorten und dem klassischen Postkartenblick auf die Altstadt und das Berner Oberland.
Zentrum Paul Klee
Vom Architekten Renzo Piano entworfenes Museum mit der weltweit grössten Sammlung von Werken Paul Klees, der einen Teil seiner Kindheit in Bern verbrachte.
Kramgasse und Lauben
Die Prachtstrasse der Altstadt mit Kramgasse 49, Einsteins Wohnhaus, in dem er 1905 die Relativitätstheorie entwickelte, heute ein kleines Museum.
Ein Tag in Bern
Kulinarik
Berner Küche ist deftig und bodenständig, geprägt von Käse, Rösti und einem Hang zu reichhaltigen Eintöpfen.
Mai bis September ist ideal, weil dann das Aareschwimmen möglich ist und die Altstadt-Cafés ihre Tische nach draussen stellen; im Dezember lohnt sich zudem der Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz.
Die Altstadt ist kompakt und lässt sich zu Fuss erkunden, für längere Strecken sind Trams und Busse von Bern Mobil zuverlässig und mit der Bern Ticket-Karte aus dem Hotel oft kostenlos nutzbar.
Im Sommer einen wasserdichten Rucksack (Wickelfisch) am Flussbad Marzili oder bei der Schönausteg leihen oder kaufen und mit der Strömung durch die Stadt treiben lassen – ein echtes Berner Ritual, kein Touristengag.
Häufige Fragen
Kann man wirklich in der Aare schwimmen?+
Ja, von Frühling bis Herbst springen Einheimische regelmässig ins Wasser und lassen sich mit der Strömung treiben; Einstiegspunkte sind etwa das Marzili oder die Schönausteg, wichtig ist ein Auge auf Strömung und Wassertemperatur.
Wie viele Tage braucht man für Bern?+
Ein bis zwei Tage reichen für die Altstadt, den Bärenpark und das Zentrum Paul Klee, für einen Ausflug ins Berner Oberland sollte man einen weiteren Tag einplanen.
Ist Bern teuer für Touristen?+
Wie in der ganzen Schweiz sind Restaurants und Hotels vergleichsweise kostspielig, doch viele Sehenswürdigkeiten der Altstadt, der Bärenpark und Parks wie der Rosengarten sind kostenlos zugänglich.
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