Italien

Amalfi: Wo eine Seerepublik zu Zitronenterrassen wurde

Amalfi war einst Hauptstadt einer mächtigen Seerepublik, die mit Venedig und Genua konkurrierte, heute ist von diesem Glanz vor allem eine prächtige Kathedrale und ein Labyrinth aus Gassen zwischen Zitronenterrassen geblieben. Die Stadt liegt eingeklemmt zwischen steilen Felswänden und dem Meer, was ihr bis heute einen fast unwirklichen Charakter verleiht.

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Sehenswürdigkeiten

1

Duomo di Sant'Andrea

Die Kathedrale mit ihrer maurisch-byzantinisch anmutenden Fassade und der berühmten Treppe ist das Herzstück der Stadt und birgt die Reliquien des Apostels Andreas.

2

Chiostro del Paradiso

Dieser stille Kreuzgang neben dem Dom mit verschlungenen Bogengängen diente einst als Friedhof der Adelsfamilien Amalfis.

3

Museo della Carta

In einer jahrhundertealten Papiermühle im Valle dei Mulini wird die lange Tradition der Papierherstellung Amalfis lebendig erklärt.

4

Valle delle Ferriere

Ein Wanderweg durch ein feuchtes, üppig grünes Tal mit Wasserfällen, alten Eisenhütten und seltenen Farnen oberhalb der Stadt.

5

Atrani

Das winzige Nachbardorf, nur eine kurze Klippenwanderung entfernt, mit einer der authentischsten Piazzen der ganzen Küste.

6

Torre dello Ziro

Ein ehemaliger Wachturm oberhalb von Atrani und Amalfi mit einem der besten Panoramablicke über die gesamte Küste.

7

Marina Grande

Der Hafen und Hauptstrand Amalfis, Ausgangspunkt der Fähren nach Positano, Capri und Salerno.

Ein Beispieltag

8:30
Duomo di Sant'Andrea Früh kommen, bevor die Tagesausflügler eintreffen, und die Treppe zur Kathedrale sowie das Paradieskreuzgang in Ruhe erkunden.
10:00
Museo della Carta In einer alten Papiermühle im Tal lernt man, wie Amalfi jahrhundertelang Papier nach traditioneller Handwerkskunst herstellte.
12:30
Mittagessen in der Altstadt Scialatielli ai frutti di mare in einer der kleinen Trattorien abseits der Hauptpromenade genießen.
15:00
Spaziergang nach Atrani Zu Fuß über die Klippen ins winzige Nachbardorf Atrani mit seinem stillen Strand und der Piazza Umberto I.
18:00
Uferpromenade und Hafen Bei Sonnenuntergang mit einem Limoncello den Blick auf die einlaufenden Fähren und Boote genießen.

Essen & Trinken

Die Küche Amalfis lebt von Zitronen, frischem Fisch und einfachen, kräftigen Aromen aus Garten und Meer.

Scialatielli ai frutti di mare · Dicke, handgeschnittene Pasta mit Muscheln, Garnelen und Tintenfisch in leichter Tomatensauce, eine Erfindung der Region.
Delizia al limone · Kleine Kuppel aus Biskuit und Zitronencreme, gemacht mit den intensiven Sfusato-Zitronen der Küste.
Alici di Cetara · Frittierte oder marinierte Sardellen aus dem Nachbarort Cetara, oft mit Colatura, einer traditionellen Fischsauce, verfeinert.
Limoncello · Der Zitronenlikör wird hier in vielen kleinen Familienbetrieben nach traditionellem Rezept aus Schalen der Sfusato-Zitrone hergestellt.
Beste Reisezeit

Mai, Juni sowie September und Oktober bieten warmes Wetter ohne die Hitze und die Menschenmassen des August. Im Winter schließen viele Hotels und Restaurants, dafür ist die Küste dann fast menschenleer und die Zitronenhaine stehen in voller Pracht.

Fortbewegung

Die SITA-Busse entlang der Küstenstraße sind das Rückgrat der Region, verbinden Amalfi mit Positano, Ravello und Salerno, sind aber im Sommer oft überfüllt. Fähren von Amalfi nach Positano, Salerno oder Capri sind bei gutem Wetter oft entspannter und bieten dazu Blicke auf die Steilküste. Innerhalb der Stadt ist alles zu Fuß erreichbar, allerdings mit vielen Treppen und Gassen bergauf.

Insider-Tipp

Wer die Kathedrale ohne Menschenmassen erleben möchte, kommt vor 9 Uhr morgens, wenn die ersten Reisebusse aus Neapel noch nicht angekommen sind, und nutzt die kühleren Stunden auch gleich für den Aufstieg zur Valle delle Ferriere.

Häufige Fragen

Ist ein Tagesausflug nach Amalfi ausreichend?+

Ein Tag reicht, um den Dom, die Altstadt und die Uferpromenade zu sehen, doch wer auch zur Papiermühle wandern oder nach Atrani schlendern will, sollte mindestens eine Nacht bleiben.

Wie kommt man am besten von Neapel nach Amalfi?+

Am einfachsten mit dem Zug nach Salerno und von dort mit der Fähre entlang der Küste, im Sommer meist deutlich stressfreier als der Bus über die kurvige Straße.

Braucht man in Amalfi ein Auto?+

Nein, ein Auto ist eher hinderlich, da Parkplätze rar und teuer sind und die Küstenstraße eng und kurvenreich ist. Busse und Fähren decken die wichtigsten Ziele ab.

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