Amalfi: Wo eine Seerepublik zu Zitronenterrassen wurde
Amalfi war einst Hauptstadt einer mächtigen Seerepublik, die mit Venedig und Genua konkurrierte, heute ist von diesem Glanz vor allem eine prächtige Kathedrale und ein Labyrinth aus Gassen zwischen Zitronenterrassen geblieben. Die Stadt liegt eingeklemmt zwischen steilen Felswänden und dem Meer, was ihr bis heute einen fast unwirklichen Charakter verleiht.
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Duomo di Sant'Andrea
Die Kathedrale mit ihrer maurisch-byzantinisch anmutenden Fassade und der berühmten Treppe ist das Herzstück der Stadt und birgt die Reliquien des Apostels Andreas.
Chiostro del Paradiso
Dieser stille Kreuzgang neben dem Dom mit verschlungenen Bogengängen diente einst als Friedhof der Adelsfamilien Amalfis.
Museo della Carta
In einer jahrhundertealten Papiermühle im Valle dei Mulini wird die lange Tradition der Papierherstellung Amalfis lebendig erklärt.
Valle delle Ferriere
Ein Wanderweg durch ein feuchtes, üppig grünes Tal mit Wasserfällen, alten Eisenhütten und seltenen Farnen oberhalb der Stadt.
Atrani
Das winzige Nachbardorf, nur eine kurze Klippenwanderung entfernt, mit einer der authentischsten Piazzen der ganzen Küste.
Torre dello Ziro
Ein ehemaliger Wachturm oberhalb von Atrani und Amalfi mit einem der besten Panoramablicke über die gesamte Küste.
Marina Grande
Der Hafen und Hauptstrand Amalfis, Ausgangspunkt der Fähren nach Positano, Capri und Salerno.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die Küche Amalfis lebt von Zitronen, frischem Fisch und einfachen, kräftigen Aromen aus Garten und Meer.
Mai, Juni sowie September und Oktober bieten warmes Wetter ohne die Hitze und die Menschenmassen des August. Im Winter schließen viele Hotels und Restaurants, dafür ist die Küste dann fast menschenleer und die Zitronenhaine stehen in voller Pracht.
Die SITA-Busse entlang der Küstenstraße sind das Rückgrat der Region, verbinden Amalfi mit Positano, Ravello und Salerno, sind aber im Sommer oft überfüllt. Fähren von Amalfi nach Positano, Salerno oder Capri sind bei gutem Wetter oft entspannter und bieten dazu Blicke auf die Steilküste. Innerhalb der Stadt ist alles zu Fuß erreichbar, allerdings mit vielen Treppen und Gassen bergauf.
Wer die Kathedrale ohne Menschenmassen erleben möchte, kommt vor 9 Uhr morgens, wenn die ersten Reisebusse aus Neapel noch nicht angekommen sind, und nutzt die kühleren Stunden auch gleich für den Aufstieg zur Valle delle Ferriere.
Häufige Fragen
Ist ein Tagesausflug nach Amalfi ausreichend?+
Ein Tag reicht, um den Dom, die Altstadt und die Uferpromenade zu sehen, doch wer auch zur Papiermühle wandern oder nach Atrani schlendern will, sollte mindestens eine Nacht bleiben.
Wie kommt man am besten von Neapel nach Amalfi?+
Am einfachsten mit dem Zug nach Salerno und von dort mit der Fähre entlang der Küste, im Sommer meist deutlich stressfreier als der Bus über die kurvige Straße.
Braucht man in Amalfi ein Auto?+
Nein, ein Auto ist eher hinderlich, da Parkplätze rar und teuer sind und die Küstenstraße eng und kurvenreich ist. Busse und Fähren decken die wichtigsten Ziele ab.
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