Zürich: Wo Bankentürme auf Zwinglis Erbe und Seeufer treffen
Zürich gilt vielen nur als teure Bankenstadt, dabei liegt hier eine der lebendigsten Altstädte der Schweiz direkt am türkisblauen Zürichsee. Zwischen Zunfthäusern, Kirchtürmen und der ehemaligen Industriebrache im Kreis 5 zeigt sich eine Stadt, die Tradition und alternative Kultur erstaunlich entspannt vereint. Wer nur die Bahnhofstrasse abläuft, verpasst das eigentliche Zürich.
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Grossmünster
Die Wirkungsstätte von Huldrych Zwingli mit ihren markanten Zwillingstürmen ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Chagall-Fenster im Chor sind ein stiller Höhepunkt.
Fraumünster
Berühmt für die fünf Kirchenfenster von Marc Chagall, die in leuchtenden Farben biblische Szenen erzählen.
Bahnhofstrasse
Eine der teuersten Einkaufsstraßen der Welt, gesäumt von Bankhäusern, Lindenbäumen und Uhren-Boutiquen.
Niederdorf (Altstadt)
Enges Gassengewirr auf der rechten Limmatseite mit Bars, kleinen Läden und mittelalterlichem Charme.
Kunsthaus Zürich
Eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Schweiz mit Werken von Munch, Monet und einer der größten Giacometti-Sammlungen weltweit.
Zürich West / Viadukt
Ehemaliges Industrieviertel um die Eisenbahnbögen des Viadukts, heute mit Design-Läden, Bars und der Markthalle.
Uetliberg
Zürichs Hausberg mit Panoramablick über Stadt, See und bei klarer Sicht bis zu den Alpen, bequem per S-Bahn erreichbar.
Ein Tag in Zürich
Kulinarisches
Zürcher Küche ist deftig und eng mit dem Kanton verwoben, ergänzt durch eine überraschend vielfältige Streetfood-Szene an den Marktständen.
Von Mai bis September lockt der Zürichsee zum Baden und die vielen Seebäder öffnen ihre Holzstege; Dezember mit den Weihnachtsmärkten in der Altstadt hat aber ebenfalls seinen Reiz.
Die Stadt ist kompakt und lässt sich gut zu Fuß erkunden, für längere Strecken sind Trams und Busse des ZVV zuverlässig und eng getaktet. Eine Fahrt mit dem Zürichsee-Schiff ist zudem eine entspannte Alternative zum öffentlichen Nahverkehr.
Die Seebäder wie das Frauenbad Stadthausquai oder das Seebad Enge sind im Sommer auch abends geöffnet und deutlich ruhiger als tagsüber – ein Feierabendbad mit Blick auf die Alpen kostet nur wenige Franken.
Häufige Fragen
Ist Zürich wirklich so teuer wie sein Ruf?+
Restaurants und Hotels liegen tatsächlich über dem europäischen Durchschnitt, aber Gratis-Attraktionen wie die Seebäder, Altstadt-Spaziergänge und der Blick vom Lindenhof kosten nichts.
Wie viele Tage braucht man für Zürich?+
Zwei bis drei Tage reichen für Altstadt, Kunsthaus und einen Ausflug zum Zürichsee oder auf den Uetliberg völlig aus.
Kann man im Zürichsee wirklich baden?+
Ja, die Wasserqualität ist ausgezeichnet und zahlreiche öffentliche Seebäder mit Holzstegen laden von Mai bis September zum Schwimmen mitten in der Stadt ein.