Armenien

Jerewan: Rosa Tuffstein-Stadt im Schatten des Ararat

Jerewan ist eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt, älter als Rom, doch ihr heutiges Gesicht verdankt sie sowjetischen Stadtplanern und rosafarbenem Tuffstein. Über den Dächern thront scheinbar zum Greifen nah der Berg Ararat – auf türkischem Boden, aber im Herzen jedes Armeniers. Zwischen Straßencafés, Kognak-Kellern und einer der ältesten Buchsammlungen der Welt fühlt sich die Stadt eigenwillig zwischen Orient und Sowjetmoderne an.

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Sehenswürdigkeiten

1

Kaskade (Cascade Complex)

Monumentale Freitreppe aus Kalkstein mit Kunstinstallationen und Aussichtsplattform mit Blick auf den Ararat.

2

Matenadaran

Weltberühmtes Manuskriptmuseum mit tausenden armenischen Handschriften, einige über 1500 Jahre alt.

3

Republikplatz (Hraparak)

Zentraler Platz mit rosafarbenen Tuffstein-Fassaden und abendlicher Musikfontäne.

4

Vernissage-Markt

Wochenendmarkt für Teppiche, sowjetische Antiquitäten, Schnitzereien und handgemachten Schmuck.

5

Tsitsernakaberd (Völkermord-Gedenkstätte)

Erschütterndes Denkmal und Museum zum Gedenken an den Genozid von 1915, auf einem Hügel mit Stadtblick.

6

Blauer Moscheefreiluftmarkt / Blue Mosque

Die einzige erhaltene Moschee der Stadt aus der Perserzeit mit ruhigem Innenhof mitten im Zentrum.

7

Geghard-Kloster (Tagesausflug)

In den Fels gehauenes UNESCO-Kloster in dramatischer Schlucht, kombinierbar mit dem Tempel Garni.

Ein Beispieltag

9:00
Republikplatz Frühstück in einem der Cafés unter den Tuffstein-Arkaden.
10:30
Matenadaran Die alten Manuskripte und illuminierten Bibeln bestaunen.
13:00
Vernissage-Markt Schmuck, Teppiche und Souvenirs stöbern, dabei mit Händlern feilschen.
15:30
Kaskade Rolltreppen hinauf, Skulpturengarten erkunden, Ararat fotografieren.
19:00
Restaurant nahe dem Swan Lake Park Khorovats vom Grill genießen, dazu einen Ararat-Kognak zum Abschluss.

Essen & Trinken

Die armenische Küche lebt von Kräutern, gegrilltem Fleisch und jahrtausendealten Brottraditionen.

Khorovats · Über Holzkohle gegrillte Fleischspieße, oft aus Schwein oder Lamm, mit gegrilltem Gemüse serviert.
Lavash · Hauchdünnes Fladenbrot aus dem Tonir-Ofen, UNESCO-Kulturerbe und Basis vieler Gerichte.
Khinkali/Dolma · Mit Reis, Hackfleisch und Kräutern gefüllte Weinblätter oder Gemüse, oft mit Joghurtsauce.
Ararat-Kognak · Berühmter armenischer Weinbrand, den schon Churchill schätzte – Verkostungen direkt in der Brennerei am Fluss Hrazdan.
Beste Reisezeit

Die besten Reisemonate sind April bis Juni und September bis Oktober, wenn mildes Wetter herrscht und der Ararat oft wolkenfrei zu sehen ist. Im Hochsommer wird es in der Stadt sehr heiß und staubig, der Winter ist kalt, aber klar und günstiger.

Fortbewegung vor Ort

Das Zentrum ist kompakt und gut zu Fuß erkundbar, für weitere Strecken sind die günstige Metro (eine Linie) und Marschrutkas (Sammeltaxis) praktisch. Taxi-Apps wie Yandex Go sind zuverlässig und günstig für Ausflüge zu Garni oder Geghard.

Insider-Tipp

Steigen Sie die Kaskade nicht zu Fuß, sondern nehmen Sie die versteckten Rolltreppen im Inneren hinauf – oben wartet ein Skulpturengarten mit Werken u.a. von Fernando Botero.

Häufige Fragen

Braucht man ein Visum für Armenien?+

Bürger vieler Länder, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, können bis zu 180 Tage visumfrei einreisen.

Ist Jerewan sicher für Reisende?+

Ja, Jerewan gilt als eine der sichersten Hauptstädte der Region, Kriminalität gegenüber Touristen ist selten.

Kann man den Ararat von Jerewan aus besteigen?+

Nein, der Berg liegt auf türkischem Staatsgebiet und ist von armenischer Seite nicht zugänglich, aber von vielen Punkten der Stadt gut sichtbar.

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