Trabzon: Schwarzmeer-Metropole zwischen Kloster-Klippen und Teeplantagen
Trabzon war einst Endpunkt der Seidenstraße und Hauptstadt eines byzantinischen Kaiserreichs – davon zeugen noch immer Kirchen, Basare und ein Hafen, der nie zur Ruhe kommt. Hinter der Stadt steigen steile, dauerfeuchte Berge auf, in denen Teebüsche und Nebelwälder wachsen, ganz anders als das sonnige Bild der türkischen Ägäis. Wer hierherkommt, verbindet meist eine laute, geschäftige Hafenstadt mit Ausflügen ins kühle, grüne Hochland dahinter.
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Sümela-Kloster
Das griechisch-orthodoxe Kloster klebt spektakulär an einer Felswand im Altındere-Nationalpark und ist Trabzons berühmtestes Bild.
Hagia Sophia von Trabzon
Eine byzantinische Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit gut erhaltenen Fresken, heute Museum am Rand der Stadt zum Meer hin.
Atatürk-Villa
Elegante weiße Villa oberhalb der Stadt, in der Atatürk mehrfach residierte, umgeben von einem ruhigen Garten mit Blick aufs Schwarze Meer.
Boztepe
Aussichtshügel über der Stadt mit Teehäusern, von dem man Trabzon, den Hafen und bei klarem Wetter die Küste entlang überblickt.
Uzungöl
Bergsee rund zwei Stunden südlich, umgeben von Fichtenwäldern und Kastanienbäumen, beliebtes Ausflugsziel mit Fischrestaurants am Ufer.
Çarşı-Basarviertel
Das historische Handelsviertel um die Zağnos-Brücke mit Goldschmieden, Gewürzläden und der Kavak-Meydanı-Moschee.
Trabzon-Kastell
Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und Zitadelle, die einst das byzantinische Reich von Trapezunt schützten.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die Küche am Schwarzen Meer dreht sich um Sardellen, Maisbrot und Milchprodukte aus dem feuchten Hochland.
Mai bis September sind am angenehmsten, wenn das Hochland grün und die Passstraßen frei von Schnee sind; im Sommer bleibt es an der Küste durch die Meeresnähe mild, während es in den Bergen deutlich kühler und oft neblig ist.
Innerhalb der Stadt kommt man gut mit Minibussen (dolmuş) und Taxis voran, für Ausflüge nach Sümela oder Uzungöl empfehlen sich organisierte Tagestouren oder Mietwagen, da öffentliche Verbindungen selten und die Bergstraßen kurvig sind.
Kommt früh morgens zum Sümela-Kloster, denn ab Mittag füllen sich der Parkplatz und der steile Aufstiegsweg mit Reisebussen aus der ganzen Region.
Häufige Fragen
Wie viele Tage sollte man für Trabzon einplanen?+
Drei bis vier Tage reichen, um die Stadt selbst sowie Sümela-Kloster und Uzungöl als Tagesausflüge zu erleben.
Ist Trabzon auch abseits von Sümela interessant?+
Ja, die Altstadt mit Hagia Sophia, Basar und Boztepe-Hügel sowie die Küstenpromenade lohnen einen eigenen Tag.
Braucht man für Ausflüge ins Hochland einen Mietwagen?+
Nicht zwingend, aber er gibt mehr Flexibilität; alternativ bringen organisierte Tagestouren ab Trabzon zu Sümela und Uzungöl.