Taschkent: Sowjetische Mosaiken treffen auf usbekische Basare
Taschkent überrascht, weil es anders ist als Samarkand oder Chiwa: Ein verheerendes Erdbeben 1966 hat die Altstadt größtenteils zerstört, sodass hier vor allem sowjetische Monumentalbauten, breite Alleen und eine der schönsten U-Bahnen der Welt stehen. Zwischen Plattenbauten und Springbrunnen überlebt trotzdem echtes usbekisches Alltagsleben, allen voran auf dem riesigen Chorsu-Basar. Wer Zentralasien verstehen will, sollte hier beginnen, nicht enden.
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Chorsu-Basar
Der zentrale Markt unter einer blau gekachelten Kuppel, wo Gewürzhändler, Brotbäcker und Trockenfrüchte-Stände seit Generationen ihren Platz haben.
Metro Taschkent
Jede Station wurde als eigenes Kunstwerk gestaltet, mit Mosaiken, Marmor und Kronleuchtern – lange durfte nicht einmal fotografiert werden, heute ist es erlaubt.
Khast-Imam-Komplex
Religiöses Zentrum der Stadt mit der Bibliothek, in der der weltberühmte Koran des Kalifen Uthman aus dem 7. Jahrhundert aufbewahrt wird.
Platz Amir-Timur
Zentraler Platz mit Reiterstandbild des usbekischen Nationalhelden, umgeben von Kolonialbauten aus der Zarenzeit.
Museum für angewandte Kunst
Ein ehemaliges Wohnhaus eines russischen Diplomaten, vollgepackt mit usbekischen Keramiken, Seidenstickereien und Holzschnitzereien.
Kunstmuseum Usbekistans
Zeigt sowjetischen Realismus neben traditioneller usbekischer Malerei und Miniaturkunst – eine unterschätzte Sammlung.
Turmfernsehturm Taschkent
Mit über 375 Metern einer der höchsten Türme Zentralasiens, mit Aussichtsplattform über die ganze Stadt.
Ein Tag in Taschkent
Essen & Trinken
Die usbekische Küche in Taschkent ist deftig, ölig und gemacht zum Teilen.
April bis Juni sowie September bis Oktober, wenn es mild ist und die brütende Sommerhitze mit über 40 Grad ausbleibt.
Die Metro ist günstig, sauber und selbst eine Sehenswürdigkeit; für Strecken abseits der Linien sind Taxi-Apps wie Yandex Go die verlässlichste Option.
Fragt am Chorsu-Basar gezielt nach einem Stand, der gerade frischen Plov aus dem Kessel schöpft – zur Mittagszeit ist er oft schon weg.
Häufige Fragen
Braucht man ein Visum für Usbekistan?+
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger können für bis zu 30 Tage visumfrei einreisen.
Ist Taschkent sicher für Reisende?+
Ja, die Stadt gilt als eine der sichersten in Zentralasien, auch abends in belebten Vierteln.
Spricht man in Taschkent Englisch?+
Kaum, vor allem außerhalb von Hotels; Russisch ist als Zweitsprache weit verbreitet und im Alltag oft hilfreicher.
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