Usbekistan

Taschkent: Sowjetische Mosaiken treffen auf usbekische Basare

Taschkent überrascht, weil es anders ist als Samarkand oder Chiwa: Ein verheerendes Erdbeben 1966 hat die Altstadt größtenteils zerstört, sodass hier vor allem sowjetische Monumentalbauten, breite Alleen und eine der schönsten U-Bahnen der Welt stehen. Zwischen Plattenbauten und Springbrunnen überlebt trotzdem echtes usbekisches Alltagsleben, allen voran auf dem riesigen Chorsu-Basar. Wer Zentralasien verstehen will, sollte hier beginnen, nicht enden.

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Sehenswürdigkeiten

1

Chorsu-Basar

Der zentrale Markt unter einer blau gekachelten Kuppel, wo Gewürzhändler, Brotbäcker und Trockenfrüchte-Stände seit Generationen ihren Platz haben.

2

Metro Taschkent

Jede Station wurde als eigenes Kunstwerk gestaltet, mit Mosaiken, Marmor und Kronleuchtern – lange durfte nicht einmal fotografiert werden, heute ist es erlaubt.

3

Khast-Imam-Komplex

Religiöses Zentrum der Stadt mit der Bibliothek, in der der weltberühmte Koran des Kalifen Uthman aus dem 7. Jahrhundert aufbewahrt wird.

4

Platz Amir-Timur

Zentraler Platz mit Reiterstandbild des usbekischen Nationalhelden, umgeben von Kolonialbauten aus der Zarenzeit.

5

Museum für angewandte Kunst

Ein ehemaliges Wohnhaus eines russischen Diplomaten, vollgepackt mit usbekischen Keramiken, Seidenstickereien und Holzschnitzereien.

6

Kunstmuseum Usbekistans

Zeigt sowjetischen Realismus neben traditioneller usbekischer Malerei und Miniaturkunst – eine unterschätzte Sammlung.

7

Turmfernsehturm Taschkent

Mit über 375 Metern einer der höchsten Türme Zentralasiens, mit Aussichtsplattform über die ganze Stadt.

Ein Tag in Taschkent

9:00
Chorsu-Basar Zwischen Gewürzbergen und Brotständen frühstücken und den Markt erkunden.
11:00
Khast-Imam-Komplex Den Uthman-Koran besichtigen und durch die stillen Höfe schlendern.
13:00
Plov-Zentrum Mittagessen dort, wo Einheimische ihren Plov direkt aus dem Kazan holen.
15:00
Metro-Stationen Eine Fahrt entlang mehrerer Prachtstationen wie Kosmonavtlar und Mustaqillik Maydoni.
18:00
Turmfernsehturm Taschkent Sonnenuntergang über der Stadt von der Aussichtsplattform aus genießen.

Essen & Trinken

Die usbekische Küche in Taschkent ist deftig, ölig und gemacht zum Teilen.

Plov (Taschkent-Stil) · Reis mit Lammfleisch, Karotten und Kichererbsen, in riesigen Kesseln (Kazan) gekocht – oft schon vormittags ausverkauft.
Schaschlik · Gegrillte Fleischspieße vom Lamm oder Rind, meist mit rohen Zwiebeln und frischem Fladenbrot serviert.
Samsa · Blätterteigtaschen mit Fleisch oder Kürbis, im Tandir-Ofen gebacken, außen knusprig, innen saftig.
Lagman · Handgezogene Nudeln in einer würzigen Suppe mit Fleisch und Gemüse, ein Erbe der uigurischen Küche.
Beste Reisezeit

April bis Juni sowie September bis Oktober, wenn es mild ist und die brütende Sommerhitze mit über 40 Grad ausbleibt.

Fortbewegung

Die Metro ist günstig, sauber und selbst eine Sehenswürdigkeit; für Strecken abseits der Linien sind Taxi-Apps wie Yandex Go die verlässlichste Option.

Insider-Tipp

Fragt am Chorsu-Basar gezielt nach einem Stand, der gerade frischen Plov aus dem Kessel schöpft – zur Mittagszeit ist er oft schon weg.

Häufige Fragen

Braucht man ein Visum für Usbekistan?+

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger können für bis zu 30 Tage visumfrei einreisen.

Ist Taschkent sicher für Reisende?+

Ja, die Stadt gilt als eine der sichersten in Zentralasien, auch abends in belebten Vierteln.

Spricht man in Taschkent Englisch?+

Kaum, vor allem außerhalb von Hotels; Russisch ist als Zweitsprache weit verbreitet und im Alltag oft hilfreicher.

Praktisch für die Reise

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