Straßburg: Fachwerk, Flammkuchen und die Grenze, die keine mehr ist
Straßburg ist eine Stadt der Übersetzung: Straßenschilder, Speisekarten und Familiennamen wechseln zwischen deutschem und französischem Klang, oft in derselben Zeile. Das Münster ragt über ein Kanalviertel, das aussieht wie aus einem Bilderbuch, und keine 500 Meter weiter sitzt das Europaparlament in gläsernen Neubauten. Diese Mischung aus mittelalterlicher Fachwerkromantik und europäischer Verwaltungsmacht gibt es so kein zweites Mal.
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Cathédrale Notre-Dame de Straßburg
Das rosafarbene Sandstein-Münster war jahrhundertelang das höchste Bauwerk der Christenheit; die astronomische Uhr zieht mittags Menschentrauben an.
Petite France
Fachwerkviertel der Gerber und Müller entlang der Ill-Kanäle, am schönsten in der Abenddämmerung, wenn die Fassaden angestrahlt werden.
Ponts Couverts und Barrage Vauban
Die drei Wehrtürme mit gedeckten Brücken und die Vauban-Staustufe bieten den besten Panoramablick über die Altstadt.
Palais Rohan
Bischöfliches Stadtpalais mit drei Museen, besonders sehenswert die Appartements des Kardinals und das Musée des Beaux-Arts.
Maison Kammerzell
Reich beschnitztes Fachwerkhaus aus dem 15./16. Jahrhundert direkt am Münsterplatz, heute Restaurant mit historischer Stube.
Europaviertel mit Europaparlament
Louise-Weiss-Gebäude und Menschenrechtsgerichtshof zeigen das andere, moderne Gesicht Straßburgs als Sitz europäischer Institutionen.
Place Kléber und Neustadt
Zentraler Platz der wilhelminischen Neustadt, deren großzügige Boulevards und Bauten seit 2017 UNESCO-Welterbe sind.
Ein Tag in Straßburg
Essen & Trinken
Die elsässische Küche verbindet deutsche Deftigkeit mit französischer Raffinesse, am besten probiert man sie in einer klassischen Winstub.
Ende November bis Weihnachten für den berühmten Christkindelsmärik, einen der ältesten Weihnachtsmärkte Europas; für mildes Wetter und weniger Trubel eignen sich Mai, Juni und September am besten.
Die Altstadt ist kompakt und am besten zu Fuß oder per Leihrad zu erkunden, die moderne Tramlinie verbindet Bahnhof, Zentrum und Europaviertel schnell und zuverlässig.
Steigen Sie am späten Nachmittag auf die Aussichtsplattform der Barrage Vauban – der Blick auf die gedeckten Brücken und das Münster im Gegenlicht ist gratis und meist erstaunlich leer.
Häufige Fragen
Spricht man in Straßburg Deutsch oder Französisch?+
Amtssprache ist Französisch, viele ältere Einwohner sprechen aber noch Elsässisch, einen alemannischen Dialekt, und verstehen auch Hochdeutsch.
Wie viele Tage braucht man für Straßburg?+
Zwei volle Tage reichen für Altstadt, Münster und Europaviertel, mit einem dritten Tag lassen sich Ausflüge in die Weinstraße des Elsass einbauen.
Ist der Weihnachtsmarkt wirklich so besonders?+
Ja, der Christkindelsmärik existiert seit 1570 und gilt als einer der ältesten und größten Weihnachtsmärkte Frankreichs, entsprechend voll wird es an Adventswochenenden.
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