Spanien

Sevilla: Wo der Flamenco noch in den Gassen hallt

Sevilla ist lauter, hitziger und theatralischer als der Rest Andalusiens – hier wurde der Flamenco erfunden und die Semana Santa zur Kunstform erhoben. Zwischen maurischen Palästen, dem längsten Fluss Andalusiens und orangenbaumgesäumten Plätzen fühlt sich jeder Spaziergang wie eine Kulisse an. Wer Sevilla besucht, isst spät, schläft mittags und feiert bis in die Nacht.

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Sehenswürdigkeiten

1

Real Alcázar

Königspalast mit atemberaubender Mudéjar-Architektur, der bis heute von der spanischen Königsfamilie genutzt wird.

2

Kathedrale von Sevilla & Giralda

Die größte gotische Kirche der Welt, deren Turm einst Minarett der Moschee war und heute Panoramablicke bietet.

3

Plaza de España

Halbrunder Prachtplatz von 1928 mit Brücken, Kanal und Keramikbänken für jede spanische Provinz.

4

Barrio de Santa Cruz

Ehemaliges jüdisches Viertel mit engen, weiß getünchten Gassen, versteckten Patios und kleinen Plätzen.

5

Metropol Parasol (Las Setas)

Moderne Holzkonstruktion über der Altstadt mit begehbarem Dach und Blick über die Dächer Sevillas.

6

Triana

Traditionelles Flamenco- und Töpferviertel jenseits des Guadalquivir, Ursprungsort vieler Cantaores.

7

Plaza de Toros de la Real Maestranza

Eine der ältesten und wichtigsten Stierkampfarenen Spaniens, auch für Museumsbesuche ohne Corrida geöffnet.

Ein Tag in Sevilla

9:00
Real Alcázar Früh starten, um den Palast vor den Reisegruppen zu genießen.
11:30
Kathedrale & Giralda Turm besteigen für den ersten Überblick über die Dächer.
14:00
Barrio de Santa Cruz Mittagspause mit Salmorejo in einem schattigen Innenhof-Restaurant.
17:00
Plaza de España Ruhigere Nachmittagsstunden für Fotos und eine Ruderbootfahrt auf dem Kanal.
21:00
Triana Abendessen mit Pescaíto frito und spontanem Flamenco in einer Peña.

Essen & Trinken

Die sevillanische Küche lebt von kleinen Tellern, frittiertem Fisch und Sherry aus der Nachbarschaft.

Espinacas con garbanzos · Spinat mit Kichererbsen, Kreuzkümmel und Brot – ein Erbe der maurisch-jüdischen Küche.
Salmorejo · Cremige, kalte Tomatensuppe, dicker als Gazpacho, meist mit Ei und Serrano-Schinken serviert.
Pescaíto frito · Klein geschnittener, hauchdünn frittierter Fisch, klassisch in Papiertüten am Fluss gegessen.
Rabo de toro · Geschmorter Ochsenschwanz in Rotweinsauce, deftiges Erbe der Stierkampf-Tradition.
Beste Reisezeit

März bis Mai und September/Oktober sind ideal – mild genug für lange Spaziergänge, ohne die brutale Sommerhitze über 40 Grad.

Fortbewegung

Die Altstadt ist kompakt und zu Fuß erkundbar, für weitere Wege eignen sich die Straßenbahn und die vier Metrolinien; Leihräder (Sevici) sind wegen der flachen Topografie sehr beliebt.

Insider-Tipp

Meidet die Mittagsstunden zwischen 14 und 17 Uhr im Sommer komplett draußen – selbst Einheimische verschwinden dann von der Straße, also plant Siesta und Museumsbesuche für diese Zeit ein.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Sevilla?+

Zwei bis drei Tage reichen für die Hauptsehenswürdigkeiten, wer auch Tagesausflüge nach Córdoba oder Cádiz einplant, sollte vier bis fünf Tage einplanen.

Ist Sevilla im Sommer zu heiß für einen Besuch?+

Juli und August erreichen oft über 40 Grad, weshalb Frühling und Herbst deutlich angenehmere Reisezeiten sind.

Muss man den Eintritt für den Real Alcázar vorab buchen?+

Ja, Tickets sollten unbedingt online und mit einigen Tagen Vorlauf reserviert werden, da die Zeitfenster besonders in der Hochsaison schnell ausgebucht sind.

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