Seoul: Wo 600 Jahre alte Paläste auf Neon-Zukunft treffen
Seoul ist eine Stadt der Gegensätze im Minutentakt: Auf einen Spaziergang durch die Hanok-Gassen von Bukchon folgt eine U-Bahn-Fahrt zu Wolkenkratzern und 24-Stunden-Shopping-Vierteln. Zwischen fünf königlichen Palästen, Streetfood-Ständen und einer der lebendigsten Café-Szenen Asiens findet man hier selten Stillstand, dafür aber ständig etwas Neues. Wer Seoul einmal erlebt hat, versteht, warum die Stadt Millionen Serien- und Musikfans gleichermaßen anzieht wie Architektur- und Kulinarik-Liebhaber.
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Gyeongbokgung-Palast
Der größte der fünf Joseon-Paläste mit täglicher Wachablösungs-Zeremonie und dem Nationalfolklore-Museum auf dem Gelände.
Bukchon Hanok Village
Historisches Wohnviertel mit traditionellen Hanok-Häusern zwischen Gyeongbokgung und Changdeokgung, ideal für einen ruhigen Spaziergang am frühen Morgen.
Changdeokgung mit Huwon-Geheimgarten
UNESCO-Welterbe-Palast, dessen weitläufiger Geheimgarten nur mit Führung zugänglich ist und besonders im Herbst spektakulär aussieht.
Bukchon-Aussicht am N Seoul Tower
Der Fernsehturm auf dem Namsan bietet einen 360-Grad-Blick über die Stadt und ist über eine Seilbahn oder einen Wanderweg erreichbar.
Myeongdong
Quirliges Einkaufs- und Streetfood-Viertel, das nachts zur Freilichtküche mit Garnelenspießen, Hotteok und Käse-Kartoffeln wird.
Gwangjang-Markt
Einer der ältesten Traditionsmärkte Seouls, berühmt für Bindaetteok (Mungbohnen-Pfannkuchen) und rohes Marinaden-Rindfleisch namens Yukhoe.
Dongdaemun Design Plaza (DDP)
Futuristischer Bau von Zaha Hadid mitten im 24-Stunden-Textil- und Modeviertel Dongdaemun, mit wechselnden Design-Ausstellungen.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Koreanische Küche lebt von Fermentation, Grillfeuer und geteilten Beilagen (Banchan), die in Seoul an jeder Ecke variieren.
April bis Juni sowie September bis November, wenn Kirschblüte bzw. buntes Herbstlaub die Palastgärten schmücken und die drückende Sommerhitze samt Monsun vorbei ist.
Das U-Bahn-Netz ist eines der dichtesten und günstigsten weltweit, beschildert auf Englisch und Koreanisch, mit einer T-money-Karte für Bus, Bahn und sogar manche Taxis. Für kurze Strecken abseits der Stationen lohnen sich Taxis, die im Vergleich zu westlichen Städten sehr preiswert sind.
Reserviert einen Timeslot für den Huwon-Geheimgarten im Changdeokgung online mehrere Tage im Voraus, da die englisch- und deutschsprachigen Führungen schnell ausgebucht sind – wer stattdessen früh morgens zum Gyeongbokgung geht, umgeht die größten Reisegruppen.
Häufige Fragen
Wie viele Tage sollte man für Seoul einplanen?+
Mindestens vier bis fünf Tage, um die wichtigsten Paläste, Viertel wie Hongdae oder Itaewon sowie einen Tagesausflug etwa nach Suwon oder in die DMZ unterzubringen.
Braucht man in Seoul viel Bargeld?+
Kaum, denn Karten- und mobile Zahlungen sind fast überall verbreitet, nur an kleinen Streetfood-Ständen und manchen traditionellen Märkten ist Bargeld praktisch.
Ist Englisch in Seoul verbreitet ausreichend?+
In Touristenvierteln, U-Bahn und größeren Restaurants kommt man mit Englisch gut zurecht, abseits davon helfen Übersetzungs-Apps und die überwiegend zweisprachige Beschilderung.
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