Samarkand: Türkisblaue Kuppeln an der Seidenstraße
Samarkand war einst einer der wichtigsten Knotenpunkte der Seidenstraße und wurde unter Timur zur prunkvollsten Stadt Zentralasiens ausgebaut. Heute leuchten die türkisfarbenen Kuppeln und die mit Mosaiken bedeckten Medresen des Registan-Platzes in einer Intensität, die man so kaum irgendwo sonst findet. Zwischen Basaren, Mausoleen und Papierwerkstätten spürt man noch immer den Atem von Karawanen, die hier einst Seide, Gewürze und Ideen austauschten.
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Registan-Platz
Das Herzstück der Stadt mit drei prachtvoll verzierten Medresen (Ulugbek-, Scher-Dor- und Tilla-Kori-Medrese), die einen der eindrucksvollsten Plätze Zentralasiens bilden.
Gur-Emir-Mausoleum
Die letzte Ruhestätte Timurs (Tamerlan) mit ihrer markanten geriffelten türkisen Kuppel diente als architektonisches Vorbild für den Taj Mahal.
Bibi-Chanym-Moschee
Einst eine der größten Moscheen der islamischen Welt, errichtet von Timur zu Ehren seiner Lieblingsfrau nach seinem Indienfeldzug.
Schahi-Sinda-Nekropole
Eine schmale Gasse gesäumt von Mausoleen aus dem 11. bis 15. Jahrhundert mit den dichtesten und schönsten Fliesenmosaiken der Stadt.
Ulugbek-Observatorium
Überreste der einstigen Sternwarte des Astronomen-Herrschers Ulugbek, dessen Sextant zu den größten und präzisesten seiner Zeit zählte.
Siob-Basar
Der lebendige Markt gegenüber der Bibi-Chanym-Moschee, bekannt für runde Samarkand-Brote, Trockenfrüchte, Gewürze und Melonen.
Ruchabad-Mausoleum
Ein schlichteres, weniger besuchtes Mausoleum, das dem Sufi-Gelehrten Burhaneddin Sagardschi gewidmet ist und einen ruhigen Kontrast zu den prunkvollen Bauten bietet.
Ein Tag in Samarkand
Essen & Trinken
Die usbekische Küche Samarkands ist deftig, von der Seidenstraße geprägt und wird traditionell in großen Runden geteilt.
Die besten Reisemonate sind April/Mai und September/Oktober, wenn milde Temperaturen um 20-25°C herrschen und die Anlagen ohne extreme Hitze erkundet werden können. Der Sommer ist mit über 35°C oft zu heiß für lange Stadtspaziergänge.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen relativ nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß oder mit dem Taxi erreichen, das in Samarkand günstig und unkompliziert per App oder direkt vor Ort zu bekommen ist. Für Tagesausflüge nach Buchara oder Taschkent eignet sich der komfortable Hochgeschwindigkeitszug Afrosiyob.
Besuchen Sie den Registan-Platz kurz vor Sonnenuntergang und bleiben Sie bis zur abendlichen Beleuchtung – dann wird es deutlich ruhiger und das Licht auf den Mosaiken ist am schönsten.
Häufige Fragen
Wie viele Tage sollte man für Samarkand einplanen?+
Zwei volle Tage reichen aus, um die Hauptsehenswürdigkeiten wie Registan, Gur-Emir und Schahi-Sinda in Ruhe zu besichtigen.
Braucht man ein Visum für Usbekistan?+
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige können für touristische Aufenthalte bis zu 30 Tage visumfrei einreisen.
Wie kommt man am besten von Taschkent nach Samarkand?+
Der Hochgeschwindigkeitszug Afrosiyob verbindet beide Städte komfortabel in etwa zwei Stunden und ist die beliebteste Option für Reisende.
Praktisch für die Reise
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