Reykjavik: Bunte Dächer, heiße Quellen und Nordlichter am Rand der Welt
Reykjavik ist die nördlichste Hauptstadt der Welt und wirkt trotzdem wie ein überschaubares Dorf mit bunten Wellblechhäusern, dampfenden Bürgersteigen und einer Kunstszene, die weit über ihre Größe hinauswächst. Von hier aus liegen Gletscher, Vulkane und der Atlantik nur eine Autostunde entfernt, doch die Stadt selbst lebt von heißem Wasser aus dem Untergrund, langen Sommertagen und noch längeren Winternächten. Wer Reykjavik besucht, sollte Regenjacke, Badeanzug und Geduld mit dem Wetter gleichermaßen einpacken.
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Hallgrímskirkja
Die markante Betonkirche im Stil isländischer Basaltsäulen ist von fast überall in der Stadt sichtbar; vom Turm blickt man über die bunten Dächer bis zum Meer.
Harpa Konzerthaus
Das Glasgebäude am Hafen mit seiner wabenartigen Fassade wurde vom Künstler Ólafur Elíasson mitgestaltet und ist heute das kulturelle Herz der Stadt.
Altstadt rund um Laugavegur
Die Haupteinkaufsstraße und ihre Nebengassen sind gesäumt von Cafés, kleinen Galerien und den typisch bunten Wellblechfassaden Reykjaviks.
Sun Voyager (Sólfar)
Diese stählerne Bootsskulptur am Wasser sieht bei Sonnenuntergang oder im Nordlicht besonders eindrucksvoll aus und ist ein beliebter Fotostopp am Strandvegur.
Perlan
Die Aussichtskuppel auf ehemaligen Heißwassertanks bietet einen 360-Grad-Blick über Stadt und Berge sowie eine begehbare Eishöhle im Inneren.
Nationalmuseum Islands
Kompakt und gut kuratiert erzählt es die Geschichte der Wikinger-Besiedlung bis zur modernen Republik anhand von Alltagsgegenständen und Sagatexten.
Grandi-Hafenviertel
Das ehemalige Fischereiviertel ist heute Heimat von Design-Studios, dem Walmuseum und dem beliebten Fischmarkt Grandi Mathöll.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die isländische Küche ist geprägt von Fisch, Lamm und einer langen Tradition des Haltbarmachens für den Winter.
Juni bis August bieten mildes Wetter und fast durchgehendes Tageslicht für Ausflüge ins Umland, während die dunklen Monate von September bis März die besten Chancen auf Nordlichter bieten. Wer beides möchte, kommt im September oder April, wenn Tageslicht und Dunkelheit sich die Waage halten.
Reykjavik lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut erkunden, da das Zentrum sehr kompakt ist. Für Ausflüge zum Goldenen Kreis, an die Südküste oder in die Blaue Lagune empfiehlt sich ein Mietwagen oder eine organisierte Tagestour, da öffentliche Busse außerhalb der Stadt selten fahren.
Statt der überlaufenen Blauen Lagune lohnt sich ein Abstecher in eines der örtlichen Schwimmbäder wie Vesturbæjarlaug oder Sundhöllin – günstiger, authentischer und genauso entspannend in den heißen Töpfen.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Reykjavik?+
Zwei bis drei Tage reichen für die Stadt selbst; wer den Goldenen Kreis oder die Südküste dazu nehmen möchte, sollte fünf bis sieben Tage einplanen.
Ist Reykjavik teuer?+
Ja, Island gehört zu den teuersten Reisezielen Europas, besonders bei Essen und Alkohol – Selbstversorgung im Supermarkt Bónus spart deutlich.
Braucht man einen Mietwagen in Reykjavik?+
Innerhalb der Stadt nicht, aber für Ausflüge ins Umland wie den Goldenen Kreis oder zur Südküste ist ein Mietwagen die flexibelste Option.