Petra: Die Felsenstadt der Nabatäer im Wadi Musa
Petra ist keine Ruinenstätte, die man in zwei Stunden abhakt, sondern eine ganze in Sandstein gehauene Stadt, die sich über Kilometer durch Schluchten und Felswände zieht. Die Nabatäer schufen hier vor über 2000 Jahren Fassaden, Tempel und Wasserleitungen von erstaunlicher Präzision, und bis heute leben Beduinenfamilien aus dem Umland als Guides, Teeverkäufer und Kamelführer zwischen den Ruinen. Wer nur zum Schatzhaus geht und umkehrt, sieht kaum ein Zehntel dessen, was Petra wirklich ausmacht.
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Al-Khazneh (Schatzhaus)
Die berühmte, 40 Meter hohe Grabfassade, die sich nach dem engen Siq plötzlich vor einem öffnet – am eindrucksvollsten im frühen Morgenlicht.
Der Siq
Die 1,2 Kilometer lange, teils nur wenige Meter breite Felsschlucht, durch die man zu Fuß oder per Kutsche zum Schatzhaus gelangt.
Ad-Deir (Kloster)
Eine noch größere Fassade als das Schatzhaus, erreichbar über rund 800 in den Fels gehauene Stufen – oben lohnt der Blick über die Wüstenberge.
Straße der Fassaden und Königsgräber
Eine Reihe monumentaler Grabfassaden entlang des Hauptwegs, darunter das Urnen- und das Palastgrab mit ihren markanten Farbschichten im Sandstein.
Das Römische Theater
Ein direkt in den Fels geschlagenes Amphitheater für rund 8500 Zuschauer, das die Nabatäer bauten und die Römer später erweiterten.
Hohes Opferplatz (High Place of Sacrifice)
Ein Bergheiligtum mit weitem Rundblick über ganz Petra, erreichbar über einen steileren, aber lohnenden Wanderweg.
Little Petra (Siq al-Barid)
Eine kleinere, ruhigere Schwesterstätte einige Kilometer nördlich, mit ähnlichen Fassaden und deutlich weniger Besuchern.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die jordanische Küche rund um Petra ist herzhaft, oft auf offenem Feuer oder unter der Erde gegart und wird gern in großer Runde geteilt.
Die angenehmsten Monate sind März bis Mai und September bis November, wenn Tagestemperaturen um 20-25°C herrschen; im Hochsommer wird es in der schattenlosen Schlucht oft über 35°C, im Winter kann es nachts empfindlich kalt werden.
Innerhalb von Petra bewegt man sich zu Fuß, alternativ gegen Aufpreis per Pferd, Esel oder Kutsche durch den Siq; zum Ausgangsort Wadi Musa gelangt man von Amman oder Aqaba am bequemsten mit dem Taxi, Mietwagen oder Überlandbus (JETT).
Kauft am Eingang ein Zwei- oder Drei-Tages-Ticket statt der Tageskarte: Petra ist so groß, dass man locker zwei Tage braucht, und beim zweiten Besuch könnt ihr vor Sonnenaufgang losgehen, wenn der Siq noch fast menschenleer ist.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit sollte man für Petra einplanen?+
Für die Highlights reicht ein voller Tag, doch mit Ad-Deir, Little Petra und den Nebenwegen lohnen sich zwei bis drei Tage.
Ist der Weg zum Kloster Ad-Deir anstrengend?+
Ja, es geht über rund 800 unregelmäßige Steinstufen bergauf; wer nicht laufen möchte, kann sich gegen Gebühr einen Esel mieten.
Braucht man in Petra unbedingt einen Guide?+
Nötig ist es nicht, da die Hauptwege gut ausgeschildert sind, aber ein lokaler Beduinen-Guide erklärt Geschichte und versteckte Ecken, die man sonst verpasst.
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