Japan

Nara: Wo zahme Rehe durch das älteste Japan spazieren

Bevor Kyoto überhaupt existierte, war Nara von 710 bis 784 die erste feste Hauptstadt Japans – entsprechend dicht liegen hier Weltkulturerbestätten beieinander. Berühmt ist die Stadt vor allem für den Nara-Park, in dem über tausend zahme Sika-Rehe frei zwischen den Tempeln umherlaufen und sich für spezielle Reiskekse artig verbeugen. Als Tagesausflug von Kyoto oder Osaka lässt sich Nara gemütlich zu Fuß erkunden, ganz ohne Hektik der Großstädte.

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Sehenswürdigkeiten

1

Todai-ji

Der gewaltige Holztempel beherbergt den Daibutsu, eine 15 Meter hohe Bronzestatue des Buddha Vairocana, und zählt zu den größten Holzbauten der Welt.

2

Nara-Park

Weitläufiger Park, in dem über 1000 als heilig geltende Sika-Rehe frei umherlaufen und sich von Besuchern mit 'Shika Senbei' füttern lassen.

3

Kasuga-Taisha

Shinto-Schrein aus dem 8. Jahrhundert, berühmt für seine tausenden bronzenen und steinernen Laternen entlang der schattigen Waldwege.

4

Kofuku-ji

Ehemaliger Familientempel der mächtigen Fujiwara-Sippe mit einer markanten fünfstöckigen Pagode, dem Wahrzeichen der Stadt.

5

Isuien-Garten

Kunstvoller Landschaftsgarten aus der Meiji-Zeit, der die umliegenden Berge geschickt in seine Teichlandschaft einbindet.

6

Naramachi

Ehemaliges Kaufmannsviertel mit gut erhaltenen Holzhäusern, kleinen Tempeln, Cafés und Läden abseits der Touristenströme.

7

Yoshikien-Garten

Ruhiger Garten direkt neben dem Isuien mit drei unterschiedlichen Gartenstilen; für ausländische Besucher oft kostenlos zugänglich.

Ein Beispieltag

9:00
Todai-ji Früh starten, um den Daibutsu und die Tempelhalle vor den großen Reisegruppen in Ruhe zu erleben.
11:00
Nara-Park Zu Fuß durch den Park schlendern und die freilaufenden Rehe mit Reiskeksen füttern.
12:30
Naramachi Mittagessen in einem der kleinen Restaurants im historischen Kaufmannsviertel, z. B. Kakinoha-zushi probieren.
14:30
Kasuga-Taisha Spaziergang durch den Laternenweg im Wald bis zum Hauptschrein.
16:00
Isuien-Garten Entspannter Ausklang bei Tee mit Blick auf den Landschaftsgarten und die Berge im Hintergrund.

Essen & Trinken

Naras Küche ist bodenständig und stark von der Region Kansai geprägt, mit einigen Spezialitäten, die man nirgendwo sonst findet.

Kakinoha-zushi · In Kakiblätter gewickelter Pressat aus Reis mit Makrele oder Lachs, eine traditionelle Konservierungsmethode aus dem Bergland.
Nara-zuke · In Sake-Trester eingelegtes Gemüse wie Gurke oder Melone, würzig-süß und typisch für Naras Sake-Tradition.
Miwa-Somen · Hauchdünne, handgezogene Weizennudeln aus der Nachbarregion Sakurai, meist kalt mit Dip-Sauce serviert.
Chagayu · Sanft gekochter Reisbrei in grünem Tee, ein traditionelles Nara-Frühstück, das seit der Nara-Zeit überliefert ist.
Beste Reisezeit

Frühling (März bis Mai) für Kirschblüten im Nara-Park und Herbst (Oktober bis November) für leuchtendes Laub um die Tempel sind ideal; im Sommer wird es sehr schwül, und Wintermorgen können empfindlich kalt sein.

Fortbewegung

Nara ist kompakt und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden, da die wichtigsten Tempel und der Park nur wenige Gehminuten voneinander entfernt liegen. Vom JR- oder Kintetsu-Bahnhof Nara aus fahren zudem günstige Rundbusse, die auch weiter entfernte Ziele wie Horyu-ji abdecken.

Insider-Tipp

Kaufen Sie die Shika-Senbei-Kekse nicht zu früh sichtbar aus – zeigen Sie sie erst, wenn Sie bereit sind zu füttern, sonst werden Sie von neugierigen Rehen regelrecht bedrängt.

Häufige Fragen

Ist Nara als Tagesausflug von Kyoto oder Osaka machbar?+

Ja, beide Städte sind mit der Bahn nur 45 bis 60 Minuten entfernt, sodass ein Tagesbesuch problemlos ausreicht, um die Hauptsehenswürdigkeiten zu sehen.

Sind die Rehe im Nara-Park gefährlich?+

Sie sind zahm und an Menschen gewöhnt, können aber beim Füttern ungeduldig zwicken oder stoßen, daher sollte man Futter erst kurz vor der Übergabe zeigen.

Was kostet der Eintritt zum Todai-ji?+

Der Eintritt zur Haupthalle mit dem Daibutsu kostet für Erwachsene rund 600 Yen, der Nara-Park selbst ist frei zugänglich.

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