Nara: Wo zahme Rehe durch das älteste Japan spazieren
Bevor Kyoto überhaupt existierte, war Nara von 710 bis 784 die erste feste Hauptstadt Japans – entsprechend dicht liegen hier Weltkulturerbestätten beieinander. Berühmt ist die Stadt vor allem für den Nara-Park, in dem über tausend zahme Sika-Rehe frei zwischen den Tempeln umherlaufen und sich für spezielle Reiskekse artig verbeugen. Als Tagesausflug von Kyoto oder Osaka lässt sich Nara gemütlich zu Fuß erkunden, ganz ohne Hektik der Großstädte.
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Todai-ji
Der gewaltige Holztempel beherbergt den Daibutsu, eine 15 Meter hohe Bronzestatue des Buddha Vairocana, und zählt zu den größten Holzbauten der Welt.
Nara-Park
Weitläufiger Park, in dem über 1000 als heilig geltende Sika-Rehe frei umherlaufen und sich von Besuchern mit 'Shika Senbei' füttern lassen.
Kasuga-Taisha
Shinto-Schrein aus dem 8. Jahrhundert, berühmt für seine tausenden bronzenen und steinernen Laternen entlang der schattigen Waldwege.
Kofuku-ji
Ehemaliger Familientempel der mächtigen Fujiwara-Sippe mit einer markanten fünfstöckigen Pagode, dem Wahrzeichen der Stadt.
Isuien-Garten
Kunstvoller Landschaftsgarten aus der Meiji-Zeit, der die umliegenden Berge geschickt in seine Teichlandschaft einbindet.
Naramachi
Ehemaliges Kaufmannsviertel mit gut erhaltenen Holzhäusern, kleinen Tempeln, Cafés und Läden abseits der Touristenströme.
Yoshikien-Garten
Ruhiger Garten direkt neben dem Isuien mit drei unterschiedlichen Gartenstilen; für ausländische Besucher oft kostenlos zugänglich.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Naras Küche ist bodenständig und stark von der Region Kansai geprägt, mit einigen Spezialitäten, die man nirgendwo sonst findet.
Frühling (März bis Mai) für Kirschblüten im Nara-Park und Herbst (Oktober bis November) für leuchtendes Laub um die Tempel sind ideal; im Sommer wird es sehr schwül, und Wintermorgen können empfindlich kalt sein.
Nara ist kompakt und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden, da die wichtigsten Tempel und der Park nur wenige Gehminuten voneinander entfernt liegen. Vom JR- oder Kintetsu-Bahnhof Nara aus fahren zudem günstige Rundbusse, die auch weiter entfernte Ziele wie Horyu-ji abdecken.
Kaufen Sie die Shika-Senbei-Kekse nicht zu früh sichtbar aus – zeigen Sie sie erst, wenn Sie bereit sind zu füttern, sonst werden Sie von neugierigen Rehen regelrecht bedrängt.
Häufige Fragen
Ist Nara als Tagesausflug von Kyoto oder Osaka machbar?+
Ja, beide Städte sind mit der Bahn nur 45 bis 60 Minuten entfernt, sodass ein Tagesbesuch problemlos ausreicht, um die Hauptsehenswürdigkeiten zu sehen.
Sind die Rehe im Nara-Park gefährlich?+
Sie sind zahm und an Menschen gewöhnt, können aber beim Füttern ungeduldig zwicken oder stoßen, daher sollte man Futter erst kurz vor der Übergabe zeigen.
Was kostet der Eintritt zum Todai-ji?+
Der Eintritt zur Haupthalle mit dem Daibutsu kostet für Erwachsene rund 600 Yen, der Nara-Park selbst ist frei zugänglich.
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