Montreal: Wo Europa und Nordamerika sich die Hand geben
Montreal ist die einzige Millionenstadt Nordamerikas, in der Französisch den Alltag prägt, ohne dass die Stadt aufhört, nordamerikanisch zu ticken. Auf dem Mont Royal, um den herum sich die Stadt in Anglo- und Frankoviertel teilt, treffen Backsteingassen aus dem 17. Jahrhundert auf Streetart und eine der lebendigsten Festivalszenen Kanadas. Wer im Winter kommt, entdeckt zudem eine zweite, unterirdische Stadt, die das ganze Jahr über pulsiert.
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Vieux-Montréal & Vieux-Port
Das historische Zentrum mit Kopfsteinpflaster, Kutschen und Blick auf den Sankt-Lorenz-Strom lädt zum Schlendern zwischen alten Lagerhäusern und Straßencafés ein.
Notre-Dame-Basilika
Das neugotische Innere mit tiefblauem Sternenhimmel und goldenen Details gehört zu den eindrucksvollsten Kirchenräumen Kanadas.
Mont Royal
Der von Frederick Law Olmsted gestaltete Stadtberg bietet vom Kondiaronk-Aussichtspunkt den besten Blick über die Skyline und den Fluss.
Jean-Talon-Markt
Der lebhafteste Bauernmarkt der Stadt in Little Italy, ideal für Ahornsirup, Käse aus Quebec und frisches Obst der Saison.
Plateau-Mont-Royal
Bunte Reihenhäuser mit den typischen Außentreppen, Boutiquen und Streetart entlang der Rue Saint-Denis und Avenue du Mont-Royal.
Biosphère & Parc Jean-Drapeau
Die geodätische Kuppel von Buckminster Fuller auf der Île Sainte-Hélène erinnert an die Expo 67 und liegt inmitten von Parkanlagen im Fluss.
Underground City (RÉSO)
Über 30 Kilometer unterirdische Gänge verbinden Metro, Einkaufszentren und Bürotürme – ein cleveres System, um den kanadischen Winter zu umgehen.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Montreals Küche verbindet französische Handwerkskunst mit jüdischer Einwanderungstradition und deftiger Quebecer Hausmannskost.
Mai bis Anfang Oktober ist ideal für Festivals, Terrassen und milde Temperaturen; besonders reizvoll ist der farbenprächtige Indian Summer im September und Oktober. Der Winter mit Schnee und Minusgraden lohnt sich für Wintersport und die gemütliche Underground City, erfordert aber warme Kleidung.
Die Metro (vier Linien) ist schnell, sauber und günstig, ergänzt durch ein dichtes Bus- und Fahrradnetz (BIXI); im Winter führt ein Großteil des Fußgängerverkehrs downtown unterirdisch durch die RÉSO-Gänge.
Reservieren Sie im Sommer unbedingt vorab einen Tisch bei Schwartz's oder gehen Sie kurz nach Öffnung, sonst stehen Sie eine Stunde in der Schlange auf dem Boulevard Saint-Laurent.
Häufige Fragen
Spricht man in Montreal Englisch oder Französisch?+
Französisch ist die Amtssprache und wird überall bevorzugt, doch die meisten Menschen in Montreal sprechen auch fließend Englisch, sodass man sich problemlos verständigen kann.
Wie viele Tage sollte man für Montreal einplanen?+
Drei bis vier Tage reichen für Altstadt, Mont Royal und die wichtigsten Viertel wie Plateau und Little Italy; wer Ausflüge nach Quebec City ergänzen möchte, plant besser eine Woche ein.
Ist Montreal im Winter eine gute Reisezeit?+
Ja, sofern man auf strenge Kälte vorbereitet ist – die Stadt bietet dann Wintersport, Weihnachtsmärkte und die unterirdische Underground City als warme Alternative zu Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt.
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