Marseille: Wo sich Afrika, Orient und Frankreich am Alten Hafen treffen
Marseille ist nicht das aufpolierte Frankreich der Reiseprospekte, sondern eine 2600 Jahre alte Hafenstadt, in der nordafrikanische Märkte, italienische Einwanderergeschichte und mediterrane Kalksteinklippen aufeinandertreffen. Vom Vieux-Port blickt man auf Fischerboote, während sich in den Gassen von Le Panier eine der ältesten Nachbarschaften Europas erstreckt. Wer laute, unperfekte und zutiefst authentische Städte mag, findet hier mehr Substanz als in fast jeder anderen französischen Metropole.
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Notre-Dame de la Garde
Die goldene Marienstatue thront über der Stadt und bietet den besten Panoramablick auf Marseille und das Mittelmeer.
Vieux-Port (Alter Hafen)
Das pulsierende Herz der Stadt seit der Antike, heute Ausgangspunkt für Bootsausflüge und Heimat des täglichen Fischmarkts.
Le Panier
Das älteste Viertel Marseilles mit engen Gassen, bunten Fassaden und Street Art, in dem einst griechische Siedler landeten.
MuCEM
Das Museum für Mittelmeerkulturen verbindet ein futuristisches Gitterbauwerk mit einer historischen Festung über einen Steg.
Calanques-Nationalpark
Schroffe Kalksteinfjorde mit türkisfarbenem Wasser südlich der Stadt, ideal für Wanderungen oder eine Bootstour ab Cassis.
Basilique Saint-Victor
Eine wehrhafte Abteikirche aus dem 5. Jahrhundert mit dunklen Krypten, in denen frühchristliche Sarkophage liegen.
Île du Frioul und Château d'If
Die Gefängnisinsel aus Dumas' 'Graf von Monte Christo' liegt in der Bucht und ist per Fähre in 20 Minuten erreichbar.
Ein Beispieltag
Kulinarisches
Marseilles Küche ist Fischerstadt-Kost mit provenzalischen und nordafrikanischen Einflüssen, deftig und nie beliebig.
April bis Juni und September bis Oktober bieten mildes Wetter, weniger Touristenmassen als im Hochsommer und angenehme Temperaturen für Wanderungen in den Calanques.
Die Metro und Straßenbahn decken die wichtigsten Viertel ab, das Zentrum selbst erkundet man aber am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad, da viele Gassen in Le Panier ohnehin nicht befahrbar sind.
Reservieren Sie eine echte Bouillabaisse mindestens einen Tag im Voraus – seriöse Restaurants kochen sie frisch für zwei Personen und nicht aus der Vorratsküche.
Häufige Fragen
Ist Marseille sicher für Touristen?+
Die touristischen Zonen wie Vieux-Port, Le Panier und Notre-Dame de la Garde sind tagsüber unproblematisch, nachts sollte man wie in jeder Großstadt aufmerksam bleiben und bestimmte Außenbezirke meiden.
Wie kommt man am besten zu den Calanques?+
Von Marseille aus fährt man mit Bus oder Wanderung nach Luminy oder Callelongue, alternativ bietet sich eine Bootstour ab dem Vieux-Port oder von Cassis an.
Wie viele Tage braucht man für Marseille?+
Drei bis vier Tage reichen für Altstadt, Museen und mindestens einen Ausflug in die Calanques oder auf die Île du Frioul.
Praktisch für die Reise
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