Kathmandu: Tempeltürme, Gassenlabyrinth und der Blick zum Himalaya
Kathmandu ist keine Stadt, die man einfach besichtigt – man taucht in sie ein, zwischen hupenden Motorrädern, Glockenklang aus Hinterhoftempeln und dem süßlichen Rauch brennender Butterlampen. Nach dem Erdbeben 2015 wurde vieles originalgetreu wieder aufgebaut, doch die Seele der Newar-Handwerksstadt ist geblieben: geschnitzte Holzfenster, jahrhundertealte Pagoden und ein Alltag, der sich mitten auf der Straße abspielt. Wer sich Zeit nimmt, findet zwischen Kathmandu, Patan und Bhaktapur drei völlig unterschiedliche Stadtcharaktere in einem einzigen Talkessel.
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Durbar Square Kathmandu
Der alte Königspalastplatz mit der Kumari Bahal, dem Wohnsitz der lebenden Göttin, und dichtgedrängten Pagodentempeln aus der Malla-Zeit.
Swayambhunath (Affentempel)
Die weiße Stupa mit den wachsamen Buddha-Augen thront auf einem Hügel über dem Talkessel und bietet bei klarem Wetter Blicke bis zu den fernen Bergketten.
Boudhanath
Eine der größten Stupas Asiens und Zentrum der tibetischen Exilgemeinde – am Abend umrunden hunderte Pilger die Anlage mit Gebetsmühlen im Uhrzeigersinn.
Pashupatinath
Der heiligste Shiva-Tempel Nepals am Ufer des Bagmati, wo öffentliche Feuerbestattungen den hinduistischen Umgang mit Tod unmittelbar erlebbar machen.
Patan Durbar Square
Kunsthistorisch oft als schönster Platz des Tals gerühmt, mit dem Patan Museum in einem ehemaligen Palastflügel und feinster Newar-Steinmetzkunst.
Bhaktapur
Die autofreie Nachbarstadt mit dem fünfstöckigen Nyatapola-Tempel, Töpfer-Plätzen und rotbraunen Backsteinhäusern wie aus einer anderen Epoche.
Thamel
Das quirlige Reise- und Basarviertel mit Trekking-Ausrüstern, Rooftop-Cafés und engen Gassen voller bunter Gebetsfahnen.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Die Newar-Küche des Tals ist deutlich vielfältiger als das übliche Dal-Bhat-Klischee und lohnt gezieltes Probieren.
Oktober bis November bringt klare Luft, stabile Trockenheit und die besten Bergsichten nach dem Monsun – zugleich Hauptsaison mit den Festen Dashain und Tihar. März bis April überzeugt mit blühenden Rhododendren und mildem Klima, während Juni bis September durch den Monsun mit Regen und trüberem Himmel gemieden werden sollte.
Für kurze Strecken in Thamel und zu den Durbar Squares eignen sich Fußwege oder die App-vermittelten Motorrad-Taxis von Pathao und InDrive am besten, da normale Taxis oft ohne Taxameter verhandelt werden müssen. Für Tagesausflüge nach Bhaktapur oder Patan lohnt sich ein Taxi mit Fahrer für einige Stunden, da öffentliche Busse zwar günstig, aber überfüllt und langsam sind.
Steig kurz vor Sonnenuntergang auf einen der Rooftop-Tempel am Rand von Swayambhunath oder auf ein Café-Dach in Thamel – dann liegt der Talkessel in goldenem Licht und die Fledermausschwärme starten aus den Baumkronen der Stupa.
Häufige Fragen
Braucht man ein Visum für Nepal?+
Die meisten Reisenden erhalten das Visum bei Ankunft am Flughafen Tribhuvan gegen Gebühr in bar oder Kreditkarte, ein Passfoto sollte man dabeihaben.
Wie viele Tage sollte man für Kathmandu einplanen?+
Für die drei Durbar Squares, Swayambhunath, Boudhanath und Pashupatinath reichen drei bis vier Tage, mehr Zeit lohnt sich für Tagesausflüge ins Tal.
Ist Kathmandu ein guter Ausgangspunkt fürs Trekking?+
Ja, hier befinden sich die Genehmigungsstellen für Annapurna- und Everest-Region sowie die meisten Inlandsflüge etwa nach Lukla oder Pokhara.
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