Jerusalem: Drei Religionen auf 900 Metern Stadtmauer
Kaum eine Stadt der Welt verdichtet Geschichte so eng wie Jerusalem: Innerhalb der osmanischen Stadtmauern teilen sich jüdisches, christliches, muslimisches und armenisches Viertel wenige hundert Meter. Hier beten Menschen an der Klagemauer, wandeln durch die Via Dolorosa und blicken vom Ölberg auf den goldenen Felsendom. Wer Jerusalem besucht, sollte Zeit mitbringen – die Stadt lässt sich nicht abhaken, sondern nur langsam durchstreifen.
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Klagemauer (Kotel)
Letzter erhaltener Rest der Tempelmauer und heiligster Gebetsort des Judentums, zugänglich für alle Besucher.
Grabeskirche
Für viele Christen die Stätte von Kreuzigung und Auferstehung Jesu, verwaltet von sechs verschiedenen Konfessionen.
Felsendom und Al-Aqsa-Moschee
Der goldene Felsendom auf dem Tempelberg markiert den Ort, von dem aus Mohammed laut Überlieferung in den Himmel aufstieg.
Via Dolorosa
Der traditionelle Leidensweg Jesu durch die Altstadt mit den vierzehn Stationen des Kreuzwegs.
Ölberg
Aussichtspunkt mit dem berühmten Blick über die Altstadt und den jüdischen Friedhof, Ausgangspunkt vieler biblischer Erzählungen.
Yad Vashem
Israels zentrale Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust mit einem eindrücklichen Museum und dem Kindergedenkraum.
Machane Yehuda Markt
Lebendiger Marktkomplex mit Gewürzen, Streetfood und abends verwandelten Ständen zu Bars und Musik.
Ein Beispieltag
Essen & Trinken
Jerusalems Küche vereint jüdische, arabische und mediterrane Einflüsse zu einer eigenen Stadtküche.
Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) bieten mildes Wetter um 20–25 Grad ohne die Sommerhitze; Feiertage wie Pessach oder Sukkot bringen viel Betrieb, aber auch besondere Stimmung in der Altstadt.
Die Altstadt erkundet man ausschließlich zu Fuß über enge Gassen und Treppen; für Strecken außerhalb, etwa nach Yad Vashem oder zum Ölberg, eignen sich die moderne Straßenbahn (Jerusalem Light Rail) und Taxis gut.
Besuchen Sie den Felsendom-Bereich am frühen Morgen kurz nach Öffnung der Touristen-Zugangszeiten (meist vormittags, außer freitags und an muslimischen Feiertagen) – dann sind die Warteschlangen am Mughrabi-Aufgang am kürzesten.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Jerusalem?+
Für die Altstadt und die wichtigsten Highlights sollten mindestens 3 volle Tage eingeplant werden, für Yad Vashem und Umgebung besser 4 bis 5 Tage.
Ist Jerusalem sicher für Touristen?+
Die touristischen Bereiche sind in der Regel sicher, es empfiehlt sich aber, aktuelle Reisehinweise zu prüfen und an Feiertagen besonders aufmerksam zu sein.
Muss man sich am Tempelberg an einen Dresscode halten?+
Ja, Schultern und Knie sollten bedeckt sein, und der Zutritt für Nicht-Muslime ist auf bestimmte Vormittagsstunden außer freitags beschränkt.
Praktisch für die Reise
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