Was man in Marrakesch sehen sollte
Marrakesch, die "Rote Stadt" am Fuße des Atlasgebirges, verzaubert mit ihrem Labyrinth aus Gassen, dem Duft von Gewürzen und dem pulsierenden Leben auf dem Djemaa el-Fna. Zwischen jahrhundertealten Palästen, üppigen Gärten und modernen Design-Vierteln wie Gueliz zeigt sich die Stadt als faszinierender Gegensatz aus Tradition und Aufbruch. Wer sich auf das Chaos der Medina einlässt, wird mit einer der intensivsten Sinneserfahrungen Nordafrikas belohnt.
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Djemaa el-Fna
Der berühmte Hauptplatz der Medina verwandelt sich abends in ein Freilichttheater mit Schlangenbeschwörern, Geschichtenerzählern und unzähligen Garküchen. Tagsüber dient er als Ausgangspunkt für die Souks und ist UNESCO-Weltkulturerbe.
Bahia-Palast
Dieser im 19. Jahrhundert erbaute Palast beeindruckt mit kunstvollen Zellij-Fliesen, geschnitzten Zedernholzdecken und mehreren Innenhöfen voller Orangenbäume.
Jardin Majorelle
Der von Yves Saint Laurent restaurierte Garten besticht durch sein intensives Kobaltblau, exotische Kakteen und ein kleines Berber-Museum.
Koutoubia-Moschee
Das Wahrzeichen Marrakeschs mit seinem 77 Meter hohen Minarett ist die größte Moschee der Stadt und diente als Vorbild für die Giralda in Sevilla.
Medersa Ben Youssef
Diese ehemalige Koranschule aus dem 16. Jahrhundert zeigt mit ihren filigranen Stuckarbeiten und Mosaiken die Blütezeit maurischer Handwerkskunst.
Saadier-Gräber
Erst 1917 wiederentdeckt, beherbergen diese Grabkammern die Ruhestätten der Saadier-Sultane mit atemberaubendem Marmor und Goldverzierungen.
Souks von Marrakesch
Das verwinkelte Marktviertel nördlich des Djemaa el-Fna gliedert sich in Zünfte wie Färber, Lederhandwerker und Silberschmiede und ist ein Paradies für Feilscher.
Ein Beispieltag
Kulinarisches
Die marokkanische Küche in Marrakesch verbindet Berber-Traditionen mit arabischen und andalusischen Einflüssen zu aromatischen, oft süß-herzhaften Gerichten.
Die beste Reisezeit ist Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November), wenn milde Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad herrschen. Im Hochsommer klettert das Thermometer oft über 40 Grad, während die Winterabende überraschend kühl werden können.
Die Medina erkundet man am besten zu Fuß, da viele Gassen für Autos zu eng sind; für längere Strecken zu Gueliz oder zum Flughafen empfehlen sich Petit Taxis mit Taxameter oder Apps wie Careem. Fahrräder und Pferdekutschen (Kalèches) sind charmante Alternativen für gemütliche Erkundungen.
Handeln Sie in den Souks entspannt und mit Humor – ein guter Richtwert ist, etwa ein Drittel des ersten genannten Preises anzubieten und sich von dort langsam hochzuarbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage braucht man für Marrakesch?+
Drei bis vier Tage reichen aus, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Medina zu erkunden und noch einen Ausflug ins Atlasgebirge oder in die Wüste zu unternehmen.
Ist Marrakesch für Frauen sicher zu bereisen?+
Grundsätzlich ja, allerdings sollten Frauen in der Medina auf gelegentliche Anmache vorbereitet sein und angemessene, eher bedeckte Kleidung tragen, um weniger aufzufallen.
Braucht man ein Visum für Marokko?+
Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen kein Visum, ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass genügt.
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