Was man in Lissabon sehen und erleben sollte

Lissabon liegt auf sieben Hügeln über dem Tejo und wirkt wie eine Mischung aus Lissabon der Vergangenheit und pulsierender Gegenwart – knarrende Straßenbahnen, bröckelnde Azulejo-Fassaden und Miradouros mit Blick über rote Dächer. Die Stadt ist überschaubar, aber steil, was das Erkunden zu einem echten Erlebnis macht. Zwischen Fado-Kneipen, Kolonialgeschichte und moderner Streetfood-Szene findet hier jeder seinen Rhythmus.

Bereit für Lissabon?

Sehenswürdigkeiten

1

Torre de Belém

Das im 16. Jahrhundert erbaute Wehrturm-Wahrzeichen am Tejo-Ufer gehört zum UNESCO-Welterbe und ist ein Meisterwerk der manuelinischen Architektur.

2

Mosteiro dos Jerónimos

Das prunkvolle Kloster in Belém erinnert an die große Zeit der portugiesischen Seefahrer und beherbergt das Grab von Vasco da Gama.

3

Alfama

Das älteste Viertel Lissabons mit engen Gassen, Fado-Bars und dem Blick vom Miradouro de Santa Luzia ist ideal zum Verlaufen.

4

Castelo de São Jorge

Die maurische Burg thront über der Stadt und bietet einen der schönsten Panoramablicke über Lissabon und den Tejo.

5

Praça do Comércio

Der monumentale Platz direkt am Fluss war einst Eingangstor der Stadt und ist heute Treffpunkt mit Cafés und dem Triumphbogen der Rua Augusta.

6

Elevador de Santa Justa

Der schmiedeeiserne Aufzug aus dem 19. Jahrhundert verbindet die Unterstadt Baixa mit dem Chiado und bietet eine tolle Aussichtsplattform.

7

LX Factory

Das ehemalige Industrieareal unter der Ponte 25 de Abril ist heute ein kreatives Zentrum mit Design-Läden, Cafés und Streetart.

Ein Beispieltag

08:30
Pastéis de Belém Frühstück mit warmen Pastéis de Nata direkt aus dem Ofen.
10:00
Mosteiro dos Jerónimos & Torre de Belém Manuelinische Architektur und Seefahrergeschichte am Flussufer erkunden.
13:00
Time Out Market Mittagessen mit Auswahl aus Ständen bekannter Lissabonner Köche.
15:30
Alfama & Castelo de São Jorge Durch die Gassen schlendern und von der Burg den Ausblick genießen.
19:00
Fado-Abend in einer Tasca in Alfama Traditionelles Abendessen mit Live-Fado-Gesang.

Essen & Trinken

Die Lissabonner Küche lebt von frischem Fisch, Olivenöl und deftigen Klassikern, die man in fast jeder Tasca findet.

Pastéis de Nata · Die cremigen Blätterteig-Törtchen mit karamellisierter Oberfläche, am besten warm und mit Zimt bei Pastéis de Belém probiert.
Bacalhau à Brás · Zerzupfter Stockfisch mit Zwiebeln, dünnen Kartoffelstreifen und Ei – eine der beliebtesten Zubereitungen des portugiesischen Nationalgerichts.
Sardinhas Assadas · Gegrillte Sardinen, besonders im Sommer während der Festas de Lisboa an jeder Straßenecke zu riechen und zu genießen.
Ginjinha · Süßer Sauerkirschlikör, traditionell in kleinen Bechern pur oder mit einer Kirsche an winzigen Ständen wie A Ginjinha getrunken.
Beste Reisezeit

Die angenehmsten Reisemonate sind März bis Mai sowie September und Oktober, wenn es mild ist und die Sommerhitze sowie Touristenmassen ausbleiben. Der Hochsommer (Juli/August) kann sehr heiß und überlaufen sein, dafür finden dann die farbenfrohen Festas de Lisboa statt.

Fortbewegung vor Ort

Die historischen Viertel lassen sich gut zu Fuß erkunden, auch wenn es wegen der Hügel stellenweise anstrengend wird. Für längere Strecken sind die legendäre Straßenbahn 28, die Metro und Busse günstig und zuverlässig – die Viva-Viagem-Karte deckt alle öffentlichen Verkehrsmittel ab.

Insider-Tipp

Reservieren Sie sich früh morgens einen Platz für die Straßenbahn 28, denn ab 9 Uhr bilden sich lange Warteschlangen und die Waggons werden schnell überfüllt.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Lissabon?+

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und einen Ausflug nach Belém sollten Sie mindestens 3 bis 4 Tage einplanen, für einen Tagesausflug nach Sintra einen weiteren Tag.

Ist Lissabon eine teure Stadt?+

Im Vergleich zu anderen westeuropäischen Hauptstädten ist Lissabon noch relativ günstig, besonders bei Essen, Unterkunft außerhalb der Innenstadt und öffentlichem Nahverkehr.

Braucht man in Lissabon gute Kondition wegen der Hügel?+

Etwas Kondition ist hilfreich, da viele Viertel wie Alfama oder Bairro Alto steil sind, aber Straßenbahnen, Aufzüge und Rolltreppen erleichtern das Erkunden erheblich.

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