Was man in Krakau sehen sollte

Krakau ist eine der wenigen polnischen Städte, die den Zweiten Weltkrieg nahezu unzerstört überstanden hat, weshalb die Altstadt bis heute ihren mittelalterlichen Charme bewahrt. Zwischen Wawel-Schloss, dem größten mittelalterlichen Marktplatz Europas und dem jüdischen Viertel Kazimierz verbindet die Stadt Geschichte, Studentenflair und eine lebendige Kneipenszene auf engstem Raum.

Bereit für Krakau?

Sehenswürdigkeiten

1

Wawel-Schloss und Kathedrale

Der Königshügel über der Weichsel war jahrhundertelang Sitz der polnischen Könige und beherbergt bis heute Kronjuwelen sowie die Grabmäler nationaler Helden.

2

Marktplatz (Rynek Główny)

Der mit rund 4 Hektar größte mittelalterliche Marktplatz Europas wird von den Tuchhallen dominiert und ist Ausgangspunkt für fast jeden Stadtspaziergang.

3

Tuchhallen (Sukiennice)

Die historische Handelshalle mitten auf dem Rynek beherbergt heute Souvenirstände im Erdgeschoss und eine Galerie polnischer Malerei im Obergeschoss.

4

Marienbasilika

Die gotische Backsteinkirche ist berühmt für ihren geschnitzten Altar von Veit Stoß und den stündlichen Trompetensignal (Hejnał) vom Turm.

5

Kazimierz

Das ehemalige jüdische Viertel besticht mit Synagogen, verwinkelten Gassen, Streetart und einer der angesagtesten Bar- und Restaurantszenen der Stadt.

6

Salzbergwerk Wieliczka

Das UNESCO-Welterbe vor den Toren Krakaus zeigt kilometerlange Stollen mit Kapellen und Skulpturen, komplett aus Salz gehauen.

7

Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau

Etwa 70 km westlich gelegen, ist die ehemalige NS-Vernichtungsstätte heute Gedenkstätte und eines der bewegendsten Museen Europas.

Ein Beispieltag

9:00
Marktplatz & Tuchhallen Frühstück in einem Café am Rynek und erster Blick auf die Marienbasilika.
11:00
Wawel-Schloss und Kathedrale Rundgang über den Königshügel mit Besichtigung der Repräsentationssäle.
13:30
Mittagessen in Kazimierz Pierogi oder Zapiekanka in einer der Bars rund um den Plac Nowy.
15:00
Jüdisches Viertel Kazimierz Spaziergang zu Synagogen, Streetart und kleinen Antiquitätenläden.
19:00
Abendessen & Kneipenbummel Traditionelles Abendessen gefolgt von einem Bier in einer der Kellerbars der Altstadt.

Essen & Trinken

Die Krakauer Küche ist deftig, günstig und stark von jüdischer sowie galizischer Tradition geprägt.

Obwarzanek krakowski · Ringförmiges Hefegebäck, das an jeder Straßenecke frisch aus Ständen verkauft wird – die Krakauer Version der Brezel.
Pierogi · Gefüllte Teigtaschen, klassisch mit Kartoffel-Quark, Sauerkraut-Pilzen oder Fleisch, oft in traditionellen Milchbars (Bar Mleczny) serviert.
Zapiekanka · Überbackenes Baguette mit Champignons, Käse und Ketchup, ursprünglich als Streetfood auf dem Plac Nowy in Kazimierz entstanden.
Żurek · Saure Roggenmehlsuppe mit Wurst und hartgekochtem Ei, oft in einem essbaren Brotlaib serviert.
Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Krakau ist von Mai bis September, wenn die Altstadt und Cafés im Freien ihr volles Flair entfalten. Auch der Dezember lohnt sich wegen des stimmungsvollen Weihnachtsmarkts am Rynek, während die Wintermonate ansonsten kalt und grau ausfallen können.

Fortbewegung

Die Altstadt und Kazimierz lassen sich bequem zu Fuß erkunden, für weitere Strecken fahren zuverlässige Straßenbahnen und Busse mit einem einheitlichen Ticketsystem. Für Ausflüge nach Wieliczka oder Auschwitz empfehlen sich organisierte Busse oder Minivans ab der Innenstadt.

Insider-Tipp

Steigen Sie in eine der unscheinbaren Milchbars (Bar Mleczny) wie den Bar Grodzki ein – dort bekommen Sie authentische Hausmannskost zu Studentenpreisen, ganz ohne Touristenaufschlag.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage sollte man für Krakau einplanen?+

Für die Altstadt, Kazimierz und einen Tagesausflug nach Wieliczka oder Auschwitz sind mindestens 3 volle Tage empfehlenswert.

Ist Krakau eine günstige Reisedestination?+

Ja, verglichen mit Westeuropa sind Unterkünfte, Essen und Nahverkehr in Krakau spürbar günstiger, besonders in Milchbars und lokalen Restaurants.

Wie kommt man am besten nach Auschwitz-Birkenau?+

Am einfachsten mit einer organisierten Tagestour ab Krakau oder mit Regionalbussen, die mehrmals täglich direkt zur Gedenkstätte fahren.

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